Abschiedsgottesdienste am 23. Juni und 7. Juli
Pfarrer Witt tritt in den Ruhestand

Münster-Ost -

Reinhard Witt, Pfarrer der evangelischen Auferstehungskirchengemeinde und der Evangelischen Kirchengemeinde Handorf, tritt in den Ruhestand. Möglich, dass beide Gemeinde im kommenden Jahr wieder selbstständig werden, sagt er.

Dienstag, 11.06.2019, 08:00 Uhr
Reinhard Witt, seit zwölf Jahren evangelischer Pfarrer in Handorf und Mauritz-Ost, tritt in den Ruhestand. Dann hätte er endlich Zeit, sich wissenschaftlich mit den Werken Dietrich Bonhoeffers zu beschäftigen.
Reinhard Witt, seit zwölf Jahren evangelischer Pfarrer in Handorf und Mauritz-Ost, tritt in den Ruhestand. Dann hätte er endlich Zeit, sich wissenschaftlich mit den Werken Dietrich Bonhoeffers zu beschäftigen. Foto: spe

Seine Schäfchen wohnen im gesamten Stadtbezirk: Reinhard Witt ist seit zwölf Jahren Pfarrstelleninhaber sowohl an der Zionskirche (Handorf und Gelmer) als auch an der Auferstehungskirche (Mauritz-Ost), zuständig für insgesamt 4400 evangelische Christen in Münster-Ost. „Ich habe zwei liebenswerte Gemeinden“, sagt der Pfarrer. Und ergänzt nach einer Pause lächelnd: „Aber zwei . . .“ Beide Gemeinden müssen sich nun von ihm verabschieden: Am 1. August, kurz vor seinem 64. Geburtstag, tritt Reinhard Witt in den Ruhestand: Die Abschiedsgottesdienste werden am 23. Juni um 11 Uhr (Zion) und am 7. Juli (Auferstehung) gefeiert. Anschließend wird in beiden Gemeinden zum Empfang mit Superintendent Ulf Schlien gebeten.

So wohl er sich in Münsters Osten immer gefühlt habe: Die Verbindung der beiden Gemeinden als Folge von Sparmaßnahmen im Jahr 2007 sei von Anfang an „etwas schief“ gewesen: „Eine Stelle mit hoher Belastung.“ Witt ist für die Auferstehungsgemeinde alleine zuständig, während er in Handorf von Pfarrer Dr. Christian Peters unterstützt wird.

Zuvor war der gebürtige Warendorfer, der nach dem Studium in Münster und Marburg als Vikar in Netphen (Siegerland) und Pfarrer in Wiblingwerde (Sauerland) wirkte, 18 Jahre lang an der Erlöserkirche in der Innenstadt tätig. Dort kümmerte er sich nicht zuletzt voller Begeisterung um Gottesdienste mit Kindern und um die offene Jugendarbeit, die ihm bis heute ein besonderes Anliegen ist.

Reinhard Witt ist Vorsitzender des Handorfer „Netzwerks Jugend“, Träger des Jugendzentrums „Drei Eichen“ – und er lobt dieses Netzwerk als ein Beispiel der hervorragenden ökumenischen Zusammenarbeit im Stadtbezirk, die sich auch auf Familienzentrum, Sozialbüro und die erfolgreiche Flüchtlingshilfe erstrecke. Im „Netzwerk Jugend“ werde er sich weiterhin engagieren, verspricht er.

„Es gibt hier eine hohe evangelische Bindungskraft“, meint der Pfarrer. Für das Selbstbewusstsein gerade der Handorfer spreche nicht zuletzt die Bereitschaft, einen Orgelneubau zu stemmen: Die Josef-Pferdt-Orgel soll am 1. Advent in der Zions­kirche eingeweiht werden. Mit einer Fahrt in die Werkstatt des Orgelbauers in Isny im Allgäu endet im Juli offiziell Witts Amtszeit. Der Musikfreund will sich auch danach noch um den Neubau kümmern – wie er sich schon vor 20 Jahren für die neue Collon-Orgel in der Erlöserkirche eingesetzt hat.

Wie geht es weiter mit seinen Gemeinden? Witt deutet an, dass das bisherige Zweierbündnis aufgegeben werde. Denkbar sei, dass beide Gemeinden wieder komplett eigenständig werden, künftige Pfarrer dafür aber Aufgaben im Kirchenkreis übernehmen müssten: „Es könnte schon im nächsten Jahr eine Lösung geben.“

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