Wersecup 2019
Speed-Rodeo: Pferd und Reiter sind eine Einheit

Münster-Gelmer -

In Deutschlands Rodeo-Szene ist Gelmer ein Begriff: 35 Sportler kamen am Wochenende am Zossenkotten zum „Speed-Rodeo Wersecup 2019“ zusammen.

Freitag, 11.10.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 18:00 Uhr
Beim Rodeo kommt es im Grunde mehr auf Geschicklichkeit als auf Tempo an.
Beim Rodeo kommt es im Grunde mehr auf Geschicklichkeit als auf Tempo an. Foto: Claus Röttig

Cowboyhüte auf dem Kopf, ein lautes „Yee-haw“ auf den Lippen: Stilecht ging es am Zossenkotten zu. Denn die Cowboys aus ganz Deutschland konnten beim Speed-Rodeo Wersecup ihre Sattelfestigkeit unter Beweis stellen.

Wer Lassos und eingefangene Kühe erwartet hatte, lang weit daneben: „Für uns steht Tierschutz ganz oben, daher werden wir keine Kühe unnötig einfangen“, so Organisator und Moderator Patrick Kramp. Vielmehr ging es beim Wettkampf um die Einheit zwischen Pferd und Reiter.

„Im Gegensatz zu anderen Sportarten sehen wir das Pferd nicht nur als ein Sportgerät, sondern Reiter und Tier sind ein Team“, hieß es. Sonst könne man die verschiedenen Geschicklichkeitsaufgaben gar nicht schaffen. „Daher legen wir auch keinen Wert auf die Pferderasse oder den Reitstil, sondern darauf, wie schnell Mensch und Tier die Hindernisse schaffen.“

Speed Rodeo am Zossenkotten

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  • Foto: Claus Röttig
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Die Aufgaben hatten es in sich: Denn nicht nur die Uhr war Gegner, sondern auch einige Fässer, die es zu umrunden galt. Und zur Krönung mussten beim „Flag-Race“ auch noch kleine Fahnen eingesammelt werden, die entweder an den Fässern hingen oder von einem Cowboy in die Luft gehalten wurden. Dabei schlugen sich die 35 Teilnehmer gut, auch wenn der Spaß immer im Vordergrund stand.

„Die weiteste Anreise hatte ein Cowboy aus dem Westerwald“, berichtete Kramp. Der sei allerdings nicht angeritten, sondern mit dem Anhänger gekommen. „In Gelmer ist der Höhepunkt des Speed-Rodeos: Hier sind weitaus mehr Teilnehmer als bei anderen deutschen Veranstaltungen“, verriet der Moderator, der vom Nachwuchs Josh nach Kräften unterstützt wurde. Das Anfeuern liegt dem Jungen offenbar im Blut. „Das passt auch wunderbar zu uns, denn wir wollen den Nachwuchs fördern. Bei uns gibt es untereinander jede Menge Tipps, wie in einer großen Familie.“

Abends durfte das Lagerfeuer mit passender Countrymusik nicht fehlen. „Die Pferde werden erst versorgt, dann kommen die Reiter dran“, versicherte Kramp. „Bei uns werden die Pferde sogar besser behandelt als die Männer, heißt es . . .“

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