Ministerbesuch im Lebenshaus
Laumann: „Ansehen der Pflege stärken“

Münster-Handorf -

Der Welthospiztag ist ein internationaler Gedenk- und Aktionstag, der jährlich im Oktober begangen wird. Das Lebenshaus in Handorf bekam aus diesem Anlass Besuch von NRW-Gesundheitsminister Laumann.

Montag, 14.10.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 16:22 Uhr
Minister Karl-Josef Laumann (r.) stattete dem Hospiz Lebenshaus anlässlich des Welthospiztages einen Besuch ab.
Minister Karl-Josef Laumann (r.) stattete dem Hospiz Lebenshaus anlässlich des Welthospiztages einen Besuch ab. Foto: cro

Es war ein kompliziertes Thema, das sich Karl-Josef Laumann , Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales vorgenommen hatte. Anlässlich des Welthospiztages besuchte er das Hospiz Lebenshaus in Handorf. Dabei wollte er Stellung zum Thema „Vielfalt im Ehrenamt“ nehmen.

Doch er wurde sofort gefragt, wie es in der Pflege weitergehen soll. „Die Hospizbewegung ist nun rund 20 Jahre alt und macht vor, wie das Ehrenamt und das Hauptamt zusammen arbeiten kann“, so der Minister. Dennoch verschwieg er auch nicht den Fachkräftemangel: „Wir müssen gewaltig ausbilden, denn das, was wir bisher an den Pflegeschulen haben, wird nicht reichen.“

Dabei liege nicht alles an der Bezahlung, denn die sei vergleichsweise gut. „Wir haben einfach nicht die Menschen, die einen solchen Beruf erlernen wollen“, so Laumann. Daher müsse man sich nun auch in anderen Bereichen stark machen – und auch Kräfte ausbilden, deren Schulabschluss vielleicht nicht so gut ist. Denn das Zeugnis sage wenig über die Kompetenzen an einer Pflegeschule oder in einem solchen Beruf aus. „Ich bin der Meinung, dass jeder, der einen solchen Beruf erlernen will, auch eine Lehrstelle bekommen muss: Sozusagen eine Ausbildungsgarantie.“

Vor allem müsse das Ansehen gesteigert werden, so der Minister: „Pflegeberufe müssen eine eigene Profession im Gesundheitswesen werden.“

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