Festakt für das Handorfer Hospiz
20 Jahre Lebenshaus: „Eine beispiellose Erfolgsgeschichte“

Münster-Handorf -

Drei kleine Träger fanden sich zusammen und bezogen ein Haus neben der Fachklinik Hornheide: Vor 20 Jahren wurde das Hospiz Lebenshaus gegründet. Das wurde nun mit einem Festakt und einem Konzert gefeiert.

Sonntag, 27.10.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 16:48 Uhr
Njeri Weth (Gesang), David Heise (Percussion), Daniel Schön (Piano) und der Projektchor St.Petronilla unter der Leitung von Michael Austenfeld gestalteten ein „Trostkonzert“ in St. Petronilla. Die Spendeneinnahmen werden für das Hospiz „Lebenshaus“ verwendet.
Njeri Weth (Gesang), David Heise (Percussion), Daniel Schön (Piano) und der Projektchor St.Petronilla unter der Leitung von Michael Austenfeld gestalteten ein „Trostkonzert“ in St. Petronilla. Die Spendeneinnahmen werden für das Hospiz „Lebenshaus“ verwendet. Foto: Reinhold Kringel

Vor 20 Jahren wurde das Hospiz Lebenshaus gegründet. Nun fand eine Geburtstagsfeier auf Gut Havichhorst mit rund 130 Gästen statt – es war geprägt von Dank und Rückblick.

„Es war schon ein mutiger Schritt für die damalige Zeit“, sagt Lisa Scheper , die sich Geschäftsführung und Hospizleitung mit Franz-Josef Dröge teilt. Hinter dem Projekt stand kein stationärer großer Träger, sondern drei kleine freie Träger: die Hospizbewegung, die Aidshilfe und die Ambulanten Dienste. Der damalige Bürgermeister Fritz Krüger half mit, über die Fachklinik Hornheide ein Haus zu finden: So kam das Hospiz nach Handorf.

Die Palliativärztin und Geschäftsführerin des Palliativnetzes Münster, Dr. Ulrike Hofmeister, erinnerte sich an die Frage eines Krebskranken: „Wie geht es denn jetzt weiter?“ Er fand Platz im Lebenshaus, „und ich blieb mit hängen“. Inzwischen, so Scheper, sei das Hospiz „fester Bestandteil der Versorgung in Münster“, wie auch das Johannes-Hospiz. Dröge freute sich, „dass die Menschen eine Wahl haben.“ Er bedauerte, dass es eine Warteliste gibt.

Sie feierten „20 Jahre Lebenshaus“ auf Gut Havichhorst (v.l.): Gerlinde Dingerkus, Martina Klimek, Ulrike Hofmeister, Franz-Josef Dröge, Annette Michels, Lisa Scheper, Erhard Wieferig und die Musikerin Rosa Latour.

Sie feierten „20 Jahre Lebenshaus“ auf Gut Havichhorst (v.l.): Gerlinde Dingerkus, Martina Klimek, Ulrike Hofmeister, Franz-Josef Dröge, Annette Michels, Lisa Scheper, Erhard Wieferig und die Musikerin Rosa Latour. Foto: Andreas Hasenkamp

Aus eigener Anschauung konnte Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek aus dem Lebenshaus berichten; sie lud dazu ein, es zu besuchen: „Es hat sogar mich geerdet.“ Ein 20-minütiger Film mit Interviews soll bald über den Internetauftritt zu sehen sein. Erhard Wieferig von „Ambulante Dienste e.V.“ wünschte sich, dass die „für uns beispiellose Erfolgsgeschichte des Lebenshauses in den nächsten Jahrzehnten unverändert fortgeschrieben wird.“

Den Festvortrag zum Thema „Alltag im Hospiz – Was hat Professionalität mit Demut zu tun?“ hielt Dr. Gerlinde Dingerkus. Annette Michels, Mitarbeiterin der ersten Stunde, führte durch das Programm des Festakts.

Musikalisch unterhielt Rosa Latour die Gäste. Die Feierlichkeiten endeten am Samstag mit einem „Trostkonzert“ Konzert für Angehörige und Hinterbliebene, gestaltet von Njeri Weth und Band sowie dem Projektchor St. Petronilla.

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