Am 16. und 17. November in der Matthias-Claudius-Grundschule
Lichtbrücke lädt zum Basar ein

Münster-Handorf -

Neben dem Handorfer Herbst und dem Krippenweg gehört er zu den stadtweit bekannten Handorfer Veranstaltungen: der Lichtbrücke-Basar. Er findet am 16. und 17. November in der Matthias-Claudius-Schule statt. Der Erlös kommt, wie immer, der Hilfe für Bangladesch zugute.

Mittwoch, 13.11.2019, 07:00 Uhr
Kleine, von der Lichtbrücke geförderte Schulen in den Dörfern bieten den Kindern eine Grundbildung, um später den Schulbesuch zu ermöglichen. Stefan Bepler und Wolfgang Hess (hintere Reihe) von der Lichtbrücke überzeugten sich von der Nachhaltigkeit des Projekts. 
Kleine, von der Lichtbrücke geförderte Schulen in den Dörfern bieten den Kindern eine Grundbildung, um später den Schulbesuch zu ermöglichen. Stefan Bepler und Wolfgang Hess (hintere Reihe) von der Lichtbrücke überzeugten sich von der Nachhaltigkeit des Projekts.  Foto: Lichtbrücke Handorf

Es geht aufwärts in Bangladesch – und doch reicht es mancherorts hinten und vorne nicht. Die Hilfe der Lichtbrücke Handorf ist immer noch unerlässlich.

Bangladesch, das „bengalische Land“, gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Es liegt am nördlichen Ende des Golfs von Bengalen, sein Staatsgebiet ist fast vollständig von Indien umschlossen. Bangladesch ist nicht einmal halb so groß wie Deutschland, hat aber doppelt so viele Einwohner. Mehr als 60 Millionen Menschen leben immer noch unterhalb der Armutsgrenze.

Petra Dreher von der Lichtbrücke Handorf warnt davor, sich von den offiziellen Wirtschaftsdaten blenden zu lassen: Nach Angaben der Lichtbrücke hat das Land zwar ein stabiles Wirtschaftswachstum von sieben bis acht Prozent, aber der Aufschwung komme nicht überall im Land an, und das Bildungs- und Gesundheitssystem sei völlig unzureichend.

„Die Projekte der Lichtbrücke liegen im ländlich geprägten Norden des Landes, in Birganj“, sagt Petra Dreher. Staatliche Schulen seien weit entfernt, Industrie gebe es kaum, und die meisten Dorfbewohner leben von der Landwirtschaft – mehr schlecht als recht: „Ohne Hilfe haben diese Menschen keine Chance, aus diesem Teufelskreis der Armut herauszukommen.“ Die Lichtbrücke, die eng mit der bengalischen Organisation „Bace“ zusammenarbeitet, hilft mit Bildung und Ausbildung sowie mit Kleinkreditvergabe.

Um das alles zu finanzieren, ist die seit 1978 tätige Gruppe auf Unterstützung angewiesen. Die vielleicht größte Hilfe ist die moralische Unterstützung durch den ganzen Ort: Am Wochenende (16. und 17. November) steht Handorf erneut im Zeichen des Lichtbrücke-Basars. Zusammen mit dem Handorfer Herbst und, seit einigen Jahren, dem Krippenweg gehört er zu den stadtweit beachteten Veranstaltungen des Ortes.

Im Haupt- und Nebengebäude der Matthias-Claudius-Schule gibt es fair gehandelte Erzeugnisse aus Bangladesch und anderen armen Ländern, handgestrickte Schafwollpantoffeln und Socken als besondere Spezialität des Lichtbrücke-Basars, ferner Naturdekorationen und Adventskränze, Kerzen, Gestecke und vieles andere mehr. Marmeladen, Säfte, Liköre und Gebäck lassen sich erwerben und zu Hause verkosten; Kuchen, Waffeln, Suppe, Würstchen und Pommes sind für den Verzehr an Ort und Stelle – etwa an Ständen auf dem Schulhof – gedacht. Auswärtige Besucher schätzen vor allem den großen Floh- und Büchermarkt in der Turnhalle.

Von den Einnahmen werden nicht zuletzt Bildungsprojekte finanziert, berichtet Petra Dreher: „Das Land entwickelt sich in einem riesigen Tempo. Darum ist es sehr wichtig, den Jugendlichen eine zeitgemäße, chancenreiche Ausbildung zu ermöglichen.“ Das Ausbildungszentrum müsse ständig modernisiert werden.

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Der Basar findet am Samstag und Sonntag (16. und 17. November) jeweils von 11 bis 17 Uhr in der Matthias-Claudius-Schule, Drostestraße 7, statt.   | www.lichtbruecke.com

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