„Haug sal he liäwen“: Premiere in der Mehrzweckhalle
Gelungener Einstand der Theaterfreunde

Münster-Gelmer -

Seit Jahrzehnten wird in Gelmer Theater gespielt – unter dem Dach des früheren Männergesangsvereins. Nun haben sich Chor und Theaterspielschar getrennt, und die „TeaoterFrönde“ präsentieren ihre erste Premiere: „Haug sal he liäwen“.

Montag, 02.03.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 17:38 Uhr
Die liebe Verwandtschaft bemüht sich um Onkel Gustav – weil sie etwas zu erben hofft.
Die liebe Verwandtschaft bemüht sich um Onkel Gustav – weil sie etwas zu erben hofft. Foto: Reinhold Kringel

„Wir haben viel gelacht bei den Proben zu unserem neuen Theaterstück“, verriet Annette Burbank , die zusammen mit Adelheid Schäfer die Regie bei „Haug sal he liäwen“ („Hoch soll er leben“) führt. Und genauso ging es den Zuschauern bei den ersten Aufführungen in der Mehrzweckhalle Gelmer, denen eine öffentliche Generalprobe vorausgegangen war.

Die formal neugegründete, tatsächlich aber erfahrene Truppe spielte mit großer Freude das Lustspiel in drei Akten von Regina Harlander. Alle Beteiligten hatten wochenlang an ihren Rollen gefeilt, um die Komik des Geschehens am Besten zum Ausdruck zu bringen.

Aus dem Leben gegriffen

Die Geschichte ist direkt aus dem Leben gegriffen: Onkel Gustavs Geburtstag steht vor der Tür, und die Verwandtschaft hat ihr Kommen angekündigt. Der alleinstehende Rentner macht sich jedoch keine Illusionen über den Zweck des Besuches. Er weiß genau, dass sich seine drei Neffen und seine Nichte Anna weniger um ihn, als um sein Geld bemühen: Sie haben die Hoffnung, eines Tages Gustavs beachtliches Vermögen zu erben. Bis es soweit ist, erwarten sie regelmäßige finanzielle Unterstützung durch den kinderlosen Onkel.

Das Stück beginnt mit der Ankunft der Verwandten im Haus von Onkel Gustav, wo sie von einer patenten Haushälterin empfangen werden. Was sie nicht wissen: Der resolute Rentner hat sich in diesem Jahr eine ganz besondere Überraschung für seine ungeliebten Verwandten ausgedacht. Er präsentiert der schockstarren Verwandtschaft einen unehelichen Sohn: Dimitri, das Kind seiner früheren griechischen Haushälterin  . . .

Zwölf Personen spielen in dem Lustspiel mit: Willi Mues­mann (Onkel Gustav), Maria Roos (Hilda), Dietmar Aldejohann (Paul), Jana Brinkmann (Jana), Stephan Raubart (Rudi), Pia Brinkmann (Traute), Werner Schneller (Anton), Monika Schulze Hobeling (Rita), Frank Vennemann (Wolfgang), Markus Raubart (Dimitri Suvlakis), Franz Aldejohann (Dr. Ernst) – sowie die beiden Regisseurinnen Annette Burbank und Adelheid Schäfer abwechselnd in der Rolle der Nichte Anna.

„TheaoterFrönde“ zeigen „Haug sal he liäwen“

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  • Die "TeaoterFrönde Gelmer e.V." brachten ihr neues Lustspiel in drei Akten auf die Bühne der Mehrzweckhalle Gelmer.

    Foto: Reinhold Kringel
  • "Haug sal he liäwen" heißt das Stück von Regina Harlander, das die Theatergruppe mit großer Spielfreude und viel Witz präsentierte.

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die liebe Verwandtschaft möchte nur zu gerne das Vermögen von Onkel Gustav erben.

    Foto: Reinhold Kringel
  • Hinter dem Rücken von Onkel Gustav wird das Erbe schon verteilt.

    Foto: Reinhold Kringel
  • Wer ist denn das? Das ist Dimitri. Wenn die bucklige Verwandtschaft Pech hat, ist er der uneheliche Sohn von Onkel Gustav.

    Foto: Reinhold Kringel
  • Hoch die Tassen, pardon: die Weinflaschen.

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die "TeaoterFrönde Gelmer e.V." vor dem Auftritt in der Garderobe der Mehrzweckhalle.

    Foto: Reinhold Kringel

Resi Greve und Birgit Beuing nehmen abwechselnd im Souffleuse-Kasten Platz. Gabi­ Polczinski ist für die Maske zuständig und schuf mit Brillen, Schminke, Kleidung und Perücken komische Charaktere. Um den gelungenen Bühnenbau und die funktionierende Technik kümmerten sich folgende Vereinsmitglieder: Alois Schäfer, Heinz Grewe, Fritz Blume, Thomas Kraus, Benedikt und Julian Schäfer, Roman Roos und Markus Raubart.

Die erste Produktion der „TeaoterFrönde Gelmer e.V.“ ist ein echter Hit in der plattdeutschen Theaterszene von Münster: Nicht verpassen!

Für die Sonntags-Vorstellungen sind nur wenige Restkarten zu haben, für die Samstage (7., 14. und 28. März) sind Karten für acht Euro zu erwerben. Reservierungen telefonisch ( 02 51 / 59 06 84 40) oder per E-Mail (kartenbestellung-gelmer.theater@web.de)

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