„Baustelle Handorf“: Riesenerfolg für die kfd-Theatergruppe
Der Ort wird einmal umgekrempelt

Münster-Handorf -

Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla hat wieder einmal einen Volltreffer gelandet: „Baustelle Handorf“ wurde sechs Mal mit großem Jubel aufgeführt.

Montag, 09.03.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 18:50 Uhr
Auf der Bühne werden tonnenschwere Lasten fast mühelos bewegt: Die Theatergruppe der kfd wird mit der „Baustelle Handorf“ locker fertig.
Auf der Bühne werden tonnenschwere Lasten fast mühelos bewegt: Die Theatergruppe der kfd wird mit der „Baustelle Handorf“ locker fertig. Foto: Reinhold Kringel

Handorf ist eine einzige große Baustelle, nichts ist mehr so wie früher. Die Mitte wird komplett neu gestaltet, überall Bauzäune, Gerüste und Bauarbeiter. Deren Welt nahm die Theatertruppe der kfd St. Petronilla parodistisch aufs Korn, sechs Vorstellungen fanden am Wochenende im „Handorfer Huus“ statt. Das Publikum war begeistert: ein herrlicher Theaterspaß!

Ein Sketch jagt den nächsten. Während im Vordergrund noch gespielt wird, wird der Hintergrund schon für den nächsten Auftritt umgebaut. Höhepunkte sind die musikalischen Gruppenchoreografien, bei denen getanzt und auf die unterschiedlichsten Gegenstände geschlagen wird, um den Rhythmus zu erzeugen.

Bedenklich schwankende Biertrinker

Auf der „Baustelle Handorf“ wird die Pulle Bier angeblich schon am Vormittag geöffnet: Drei Arbeiter singen ein Loblied auf das Bier und schwanken dabei bedenklich hin und her, nach vorne und nach hinten – ohne umzufallen. Des Rätsels Lösung sind die hinter Mauersteinen versteckten Ski-Stiefel, die auf einem Brett fest montiert sind und den Akteurinnen den Halt für ihre 45-Grad-Neigung geben.

„Wir spielen seit 43 Jahren Theater in der kfd Handorf“, berichten Ulla Scheja und Anke Möllers. Sie führen die Regie und bilden mit Birgit Recker zusammen das Kreativ-Team, das die Stoffe aussucht, bearbeitet oder selbst schreibt. Im November wurden die Rollen verteilt, und im Dezember begannen die Proben. Zur Theatergruppe gehören 25 Frauen im Alter von 17 bis 77 Jahren. „Der einzige Mann, der bei uns mitspielen darf, ist unser Präses Pastor Jürgen Streuer. Sonst brauchen wir Männer nur zum Bühnenbau und für die Licht- und Tontechnik“, sagt Ulla Scheja lachend.

„Baustelle Handorf“

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  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Die Theatergruppe der kfd St. Petronilla zeigt "Baustelle Handorf".

    Foto: Reinhold Kringel
  • Pastor Jürgen Streuer war der einzige Mann, der bei dem neuen Theaterstück "Baustelle Handorf" der kfd Handorf mitspielen durfte. Am Wochenende gingen sechs Vorstellungen über die Bühne des schön renovierten "Handorfer Huus". Die Besucher waren begeistert.

    Foto: Reinhold Kringel

Das Bühnenbild wurde von Phillip und Michael Overwien gestaltet – unter Verwendung von Originalteilen der in Handorf aktiven Baufirmen. Für die technische Durchführung waren Werner auf der Landwehr, Jonas Bessmann und Max Lammers zuständig. Die eindrucksvolle Choreografie entwickelte Marion Fecke, die auch immer mittanzte und der Truppe Sicherheit und Orientierung bei den schnellen Schrittfolgen gab. Den Nachwuchs im Baugewerbe stellten Melina Alipaß, Laura Bußmann, Katharina Vanheiden und Alena Sikken dar. Im Hochbau waren Marion Bußmann, Christa Bessmann, Gabi Kreienbaum und Heike Meyer tätig, im Tiefbau Romy Müller, Anne Theves-Lükemann, Katrin Herweg und Irina Shostak. Ohne die Betonbauer Jürgen Streuer, Erika Theves und Nicole Thormann ging gar nichts, die Vorarbeiter spielten Birgit Recker, Beate Taphorn, Conny Herweg und Elke Overwien. Gudrun Siuda soufflierte, Annette Karidio war für die Mikros verantwortlich und für die Frisuren war in Vertretung von Willi Weiß Uschi Sigwanz zuständig.

Anke Möllers ist hochzufrieden: „Theater ist für uns Gemeinschaft, Spaß, Kreativität, in andere Rollen schlüpfen und Leute unterhalten.“ Das ist offenbar glänzend gelungen.

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