„TeaoterFrönde“ hoffen auf einen Fortsetzungstermin im Herbst
Ganzer Erfolg bei halber Spielzeit

Münster-Gelmer -

Aufhören, wenn es am Schönsten ist? Das haben sich die „TeaoterFrönde Gelmer“ sicher ganz anders vorgestellt. Nach nur vier Vorstellungen musste „Haug sal he iläwen“ mit Rücksicht auf die Ansteckungsgefahr abgesetzt werden. Ob es Ersatztermine gibt, ist unklar.

Dienstag, 17.03.2020, 08:00 Uhr
Die „TeaoterFrönde“ mussten drei Vorstellungen von „Haus sal he liäwen“ absagen – vielleicht werden sie nachgeholt.
Die „TeaoterFrönde“ mussten drei Vorstellungen von „Haus sal he liäwen“ absagen – vielleicht werden sie nachgeholt. Foto: Reinhold Kringel

Es war nur eine halbe Spielzeit – aber die hatte es in sich. „Wir hatten unglaublich viele positive Rückmeldungen“, freut sich Theresia Greve von den ­„TeaoterFrönden Gelmer“. Für das neu formierte Ensemble hatte dieser Erfolg eine besondere Bedeutung, schließlich war die Komödie „Haug sal he liäwen“ von Regina Harlander die erste eigene Produktion nach der Trennung von der Muttergesellschaft Constantia und einem Jahr Spielpause. „Wir haben alles selbst gemacht“, sagt Theresia Greve zufrieden.

Auf die Premiere am 1. März folgten drei weitere Vorstellungen, die ausverkauft waren; auch der Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen stieß auf riesige Resonanz. Umso schwerer sei allen Beteiligten die Entscheidung gefallen, die restlichen Vorstellungen bis Ende März abzusagen. Es ging nicht mehr: Die Ansteckungsgefahr in der vollbesetzten Mehrzweckhalle wäre einfach zu groß gewesen.

„Wer schon bezahlt hat, bekommt das Geld zurück“

Die Nachricht habe sich im Ort rasch herumgesprochen. „Viele wissen es schon“, meint Theresia Greve – die nun damit beschäftigt ist, die bereits erfolgten Reservierungen abzuwickeln und sich beim Publikum telefonisch oder per E-Mail zu melden: „Wer schon bezahlt hat, bekommt das Geld zurück“, versichert sie. Bei einer Versammlung der ­„TeaoterFrönde“ am Wochenende sei überlegt worden, die ausgefallenen Vorstellungen im Herbst nachzuholen. Doch das könnte schwierig werden – die Termine der Darsteller, der Regisseurinnen, der Souffleurinnen und der technischen Mitarbeiter lassen sich nicht leicht unter einen Hut bringen. Außerdem müsste natürlich auch die Mehrzweckhalle zur Verfügung stehen.

An der Motivation der Truppe soll es nicht liegen: So ein Ensemblestück mit nicht weniger als zwölf Mitwirkenden macht einfach Spaß. Und für die jüngeren Mitglieder, die im Plattdeutschen nicht so ganz sicher sind, sei es eine hervorragende Gelegenheit, sich bei Annette Burbank und Adelheid Schäfer den letzten sprachlichen Schliff zu holen: „Die Regisseurinnen legen viel Wert darauf, dass es wirklich das echte Münsterländer Platt ist“, versichert Theresia Greve.

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