Unterstützung für das Lebenshaus
Im Garten erklingt Musik

Münster-Ost -

Wie in allen Lebensbereichen macht die Corona-Pandemie auch den Menschen im Lebenshaus den Alltag um einiges schwieriger. Um den Hospizgästen etwas Abwechslung zu bieten, hat das Lebenshaus ein kleines Kulturprogramm organisiert.

Dienstag, 26.05.2020, 05:39 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 06:01 Uhr
Christian Pfordt, Student an der hiesigen Musikhochschule, steht mit seiner Posaune im Garten des Hospizes Lebenshaus: So können Hospizgäste und Angehörige in Corona-Zeiten von ihren Balkonen oder Terrassen aus Jazz live genießen.
Christian Pfordt, Student an der hiesigen Musikhochschule, steht mit seiner Posaune im Garten des Hospizes Lebenshaus: So können Hospizgäste und Angehörige in Corona-Zeiten von ihren Balkonen oder Terrassen aus Jazz live genießen. Foto: Hospiz Lebenshaus

Wie in allen Lebensbereichen macht die Corona-Pandemie auch den Menschen im Lebenshaus den Alltag um einiges schwieriger. Um Hospizgäste und Team vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen, „mussten wir nach den Verordnungen des NRW-Gesundheitsministeriums notwendige Einschränkungen und Schutzmaßnahmen einführen“, erklärt Hospiz- und Pflegedienstleiterin Lisa Scheper . Neben den verstärkten Hygienemaßnahmen sind das Ziel Zutrittseinschränkungen – damit möglichst wenig Personen von außen in das Hospiz kommen.

„Es ist ein Spagat für uns, einerseits einen möglichst hohen Schutz für Hospizgäste und Mitarbeitende zu gewährleisten, andererseits aber auch den Bedürfnissen von Hospizgästen und Angehörigen in ihrer besonderen Situation Rechnung zu tragen“, ergänzt Hospizleiter Franz-Josef Dröge . So kann jeder Hospizgast jetzt nur von zwei Personen pro Tag Besuch erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses. Um die Anzahl der ins Hospiz kommenden Personen möglichst gering zu halten, sei der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter bis auf Weiteres ausgesetzt. Ebenfalls sei die Anzahl der betreuenden Ärzte und der Therapeuten auf ein Minimum reduziert.

Auch wenn die Einschränkungen nachvollzogen werden könnten, erlebten die meisten Hospizgäste diese doch als einen Verlust an Begleitung, Zuwendung und auch Abwechslung in ihrer ohnehin schwierigen Situation. „Die Sorge vor einer möglichen Ansteckung in den nahen Pflegesituationen ist das eine. Das Mehr an Hygienemaßnahmen belastet unsere Pflegekräfte im Alltag zusätzlich“, beschreibt Lisa Scheper die Situation für die Mitarbeiter. Umso mehr freut sich das Hospiz-Team, wie viele Menschen ihre Unterstützung anbieten. So hätten viele Angehörige und Freunde der Mitarbeiter, aber auch Ehrenamtliche Schutzmasken für das Team genäht. Die Firma Dermasence habe 70 Packungen Hautpflegecreme geschickt – eine Hilfe in Zeiten häufiger Handdesinfektion.

Um den Hospizgästen etwas Abwechslung zu bieten, hat das Lebenshaus ein kleines Kulturprogramm organisiert. Münsterische Musikerinnen und Musiker wie etwa der Musikstudent Christian Pfordt hatten angeboten, in der Zeit der Besuchseinschränkungen vom Garten aus für die Hospizgäste zu musizieren. „So können unsere Hospizgäste und Angehörige jede Woche von ihrer Terrasse oder ihrem Balkon aus Live-Musik genießen“, freut sich Franz-Josef Dröge über das Engagement der Künstler. Über weitere Angebote von Musikern freue sich das Lebenshaus: E-Mail info@hospiz-lebenshaus.de,  89 93 50.

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