Antrag der Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung
Haltestelle am Bürgerbad fehlt noch

Münster-Handorf -

Die Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung setzt sich dafür ein, das neue Handorfer Sportzentrum mit dem Bürgerbad an den öffentlichen Personennahverkehr anzubinden. Denn bis zur nächsten Bushaltestelle am Kirschgarten sind es rund 500 Meter.

Dienstag, 23.06.2020, 05:25 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 05:30 Uhr
An der Hobbeltstraße soll Handorfs künftiges Sportzentrum samt
An der Hobbeltstraße soll Handorfs künftiges Sportzentrum samt Foto: spe

Die Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung setzt sich dafür ein, das neue Handorfer Sportzentrum mit dem Bürgerbad an den öffentlichen Personennahverkehr anzubinden. Denn bis zur nächsten Bushaltestelle am Kirschgarten sind es rund 500 Meter – zu weit für Menschen mit einer Behinderung, so die Kommission. Sie hatte deshalb jetzt an den städtischen Planungsausschuss zu dessen Sitzung einen entsprechenden Antrag gerichtet.

„Die Verwaltung wird beauftragt, das neue Sportzen­trum (Bürgerbad Handorf, Hobbeltstraße 144  / Zugang vom Borggreveweg und Verlagerung der Sportanlage des TSV Handorf zur Hobbeltstraße) an das Stadtbusnetz anzubinden und eine Bushaltestelle im unmittelbaren Nahbereich des neuen Sportzentrums zu errichten“, lautet die von der Kommission einstimmig beschlossene Anregung an den Planungsausschuss. Die Kommission erwartet, dass die Haltestelle behindertengerecht barrierefrei gestaltet wird: mit einem Niederflurbordstein, einem Auffindestreifen, einem Aufmerksamkeitsfeld und einer Wartehalle.

Durch den Neubau des Bürgerbads Handorf an der Hobbeltstraße 144 und die Verlagerung der Sportanlage des TSV Handorf zur Hobbeltstraße entstehe in diesem Gebiet ein großes Sportzentrum. Es biete vielfache Möglichkeiten, die Gesundheit zu stärken und zu erhalten, was gerade für Menschen mit Behinderung sehr wichtig sei und deshalb auch genutzt werde.

Nun gibt es aktuell am Straßenzug Hobbeltstraße/Borggreveweg keinen Busanschluss, sondern eben erst am Kirschgarten (Linie 2 und 10). Diese rund 500 Meter Entfernung zum künftigen Sportzentrum legten Menschen ohne Behinderung in fünf bis sechs Minuten zurück. „Für Menschen mit einer Gehbehinderung wird der Fußweg entsprechend viel mehr Zeit in Anspruch nehmen. Somit ist diese Strecke für Menschen mit einer Behinderung (insbesondere einer Gehbehinderung) zu lang, und es ist ihnen nicht zumutbar, diese Strecke zu bewältigen“, führt die Kommission in ihrem Antrag aus. Sie empfiehlt, eine Haltestelle unmittelbar vor dem Eingang des Sportzentrums zu errichten. Dieser Antrag ist im Planungsausschuss eingebracht und zur Prüfung an die Fachämter weitergeleitet worden, die eine Stellungnahme für den Ausschuss vorbereiten werden.

Die Kommission setzt sich aus Vertretern der Ratsfraktionen, acht Sprechern von Menschen mit Behinderungen, fünf Sprechern der thematischen Arbeitsgruppen der Kommission, einem Vertreter der kommunalen Seniorenvertretung sowie einem Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände zusammen.

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