Matthias-Claudius-Schule soll ins Wohngebiet östlich der Hobbeltstraße integriert werden
Neue Schule fürs neue Viertel

Münster-Handorf -

Paukenschlag: Die Matthias-Claudius-Schule soll nicht an der Drostestraße erweitert, sondern im neuen Wohngebiet Hobbeltstraße/Kirschgarten/Heriburgstraße neu gebaut werden. Das Areal nimmt nicht nur deshalb immer schärfere Konturen an...

Montag, 17.08.2020, 17:30 Uhr
Zu wenig Platz für eine Erweiterung bietet der aktuelle Standort der Matthias
Zu wenig Platz für eine Erweiterung bietet der aktuelle Standort der Matthias Foto: Katrin Jünemann

Das geplante Wohngebiet auf den Sportanlagen östlich der Hobbeltstraße nimmt immer schärfere Konturen an. Die Bezirksvertretung Münster-Ost hat jetzt den ersten Beschluss gefasst, die Matthias-Claudius-Schule in einem neuen, auf Vierzügigkeit ausgerichteten Gebäude unterzubringen – selbstverständlich unter Vorbehalt. Denn erst muss es grünes Licht für das 8,5 Hektar große Baugebiet geben.

Geprüft wurde zuvor auch der Umbau der dreizügigen in eine vierzügige Schule am jetzigen Standort Drostestraße. Das Urteil: Zu wenig Platz. Außerdem wäre die Sanierung des alten Baus aufwendig geworden, erklärte Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek am Tag nach der Sitzung. „Mit dem neuen Vorschlag könnte ein Schulgebäude nach modernen ökologischen Standards entstehen. Davon können wir in Handorf nur profitieren“, so Klimek.

Nach der Fertigstellung der neuen Schule soll am alten Standort eine neue Dreifachsporthalle entstehen. Die bereits vorhandene Einfachsporthalle könnte bis zur Errichtung der neuen Halle stehenbleiben und danach abgerissen werden, so sieht es die Verwaltungsvorlage vor.

Diskutiert wurde nicht nur über den neuen Schulstandort, sondern besprochen wurden auch einige Details des Bebauungsplans. Georg Balsliemke bat Stadtplaner Matthias Blick-Veber , die bisher geplante Dreigeschossigkeit der Gebäude zu überdenken. Die Stadt wachse, Bauland sei rar, die Flächenversiegelung solle möglichst gering sein, so Balsliemkes Argumente fürs Bauen in die Höhe.

Christian Knapp von der SPD erkundigte sich, ob die Wege öffentliches Geh-Recht haben. Schließlich solle sichergestellt sein, dass Anwohner das Spazierengehen durch Einfriedungen nicht unterbinden können.

Für mehr Parkplätze am Heimathaus warb Kurt Moths von der FDP. Außerdem müsse bedacht werden, dass die Straße Kirschgarten zur Fahrradstraße werde und dadurch Stellplätze für Anwohner wegfielen.

Stadtplaner Blick-Veber ging unterdessen auf die Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung ein und stellte den Sachstand der Planung vor. So seien zum Beispiel Reihen- oder Doppelhäuser geplant, aber keine frei stehenden Einfamilienhäuser. Außerdem solle es ausnahmslos begrünte Flachdächer geben.

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