Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung
Polizei sucht wichtigen Zeugen aus der Tatnacht

Münster-Handorf -

In der Nacht zu Montag hat es in Münster in zwei nebeneinander liegende Wohnhäuser gebrannt. Zwei Menschen wurden dabei verletzt. Die Polizei geht von schwerer Brandstiftung aus und sucht jetzt einen Zeugen, der sich in der Tatnacht bei der Feuerwehr gemeldet hat. [Mit Video]

Dienstag, 13.10.2020, 20:40 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 20:49 Uhr
Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung: Polizei sucht wichtigen Zeugen aus der Tatnacht
In der Nacht zu Montag hat es in Münster-Handorf gebrannt. Zwei Menschen sind leicht verletzt worden. Foto: Helmut Etzkorn

Nach dem Brand zweier Kellerräume in Münster-Handorf sucht die Polizei einen Zeugen aus der Tatnacht. Der gesuchte Mann habe sich am Brandort bei der Feuerwehr gemeldet und Angaben zu einer Frau mit Hund gemacht. Dieser Zeuge wird gebeten, sich umgehend bei der Polizei unter der Rufnummer 0251-2750 zu melden. Personen, die Angaben zum Sachverhalt oder der Frau machen können, sollen sich ebenfalls bei der Polizei.

Ursprungsmeldung: Ein noch unbekannter Feuerteufel hat in der Nacht zum Montag gegen 0.30 Uhr gleich zwei Brände in benachbarten Mehrfamilienhäusern an der Straße „Zum Hornbach“ in Handorf gelegt.

Insgesamt 27 Bewohner wurden von der Feuerwehr gerettet, zwei von ihnen kamen mit leichten Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Laut einer Mitteilung der Polizei wurden die Räume vorsätzlich in Brand gesetzt. 

Video in Kooperation mit dem WDR:

Feuerwehr rettet Bewohner aus Häusern

Gleich mehrere Notrufe erreichten die Feuerwehr-Leitstelle in der Nacht. Bewohner berichteten von einem starken Feuerschein aus den Kellerräumen, mehrere Bewohner konnten sich durch den enormen Rauch in den Treppenhäusern nicht mehr ins Freie retten und warteten auf die Feuerwehr. Die setzte Leitern und Fluchthauben ein, zahlreiche Wohnungstüren mussten aufgebrochen werden.

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Foto: Etzkorn

Einige Bereiche nicht mehr bewohnbar

Weil es in den Kellern beider Mehrfamilienhäuser zeitgleich brannte, wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Insgesamt gingen sechs Trupps unter Atemschutz parallel in beiden Gebäuden gegen die Flammen in den Kellern vor. Ein Ausbreiten des Brandes auf die darüber befindlichen Wohnungen konnte zwar erfolgreich verhindert werden, wegen des Rauchs sind allerdings einige Bereiche nicht mehr bewohnbar.

Insgesamt 27 Menschen mussten deshalb die Nacht in Hotels verbringen. Über die endgültige Schadenshöhe kann noch keine Angaben gemacht werden, im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr auch die Löschzüge Handorf und Kemper mit insgesamt 61 Einsatzkräften.

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Foto: Helmut P. Etzkorn

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