Bürgerinitiative „Starkes Handorf“ zum Baugebiet Kötterstraße
Kritik an Strecke der Velo-Route

Münster-Handorf -

Die Bürgerinitiative „Starkes Handorf“ hat sich mit dem neuen Baugebiet nördlich der Kötterstraße auseinandergesetzt.

Montag, 14.12.2020, 17:34 Uhr
Neues Baugebiet nördlich der Kötterstraße in Handorf
Neues Baugebiet nördlich der Kötterstraße in Handorf Foto: Jürgen Christ

Nördlich der Kötterstraße soll ein neues Baugebiet entstehen. Die öffentliche Vorstellung der ersten Entwürfe für das geplante Baugebiet in Handorf war ursprünglich Ende Oktober im Rathausfestsaal geplant. Coronabedingt wurde die Veranstaltung abgesagt, statt dessen bot das städtische Planungsamt die Möglichkeit, sich online zu informieren. Die drei Planer-Teams hatten dafür ihre Präsentationen auf Video aufgenommen. In Wort und Bild vermittelten sie so ihre Entwurfsideen für das neue Quartier an der Kötterstraße.

Vom 12. November bis einschließlich zum 19. November wurden dazu die Anregungen aus der Bürgerschaft vom Stadtplanungsamt gesammelt und an die drei Planer-Teams weitergeleitet. Im Dezember 2020 endet nun für die Teams die Entwurfsphase, so das städtische Planungsamt. Anfang kommenden Jahres werden weitere Weichen gestellt.

Ziel ist die Schaffung von Wohnungen und hochwertigen Grün- und Freiräumen. Auch die geplante Veloroute Münster-Telgte soll nach den Vorstellungen der Stadt durch den Planungsraum verlaufen.

Der Bürgerinitiative (BI) „Starkes Handorf“ sind „viele positive Aspekte aufgefallen, wir haben allerdings bei einigen Plänen und auch Andeutungen Bedenken“, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Was die Veloroute anbelangt, habe es in den Vorgesprächen und auch in der Bezirksvertretung Ost deutliche Bedenken gegen die Routenführung über den Kirschgarten gegeben. „Uns wurde zugesichert, dass der Verlauf der Veloroute nach Abschluss der Bauarbeiten an der B481n nochmals überprüft wird. Nun wird durch die Führung der Veloroute durch das Zentrum des Neubaugebietes direkt zum Kirschgarten diese Route gegen den Willen vieler Bürger unwiderruflich“, kritisiert die BI.

Sie bleibe dabei, dass etwa eine Route weiter über die Kötterstraße und dann über die Straße Am Juffernbach, Krüsbrede und von da auf die Handorfer Straße auch heute schon besser gewesen wäre. Wie bei der aktuellen Route der Übergang vom Kirschgarten auf die Dorbaumstraße und dann in einen zukünftigen Kreisverkehr gelöst werden soll, sei zurückgestellt worden: „Wir sind auf die Vorschläge in zwei bis drei Jahren gespannt.“

Die BI weist ausdrücklich darauf hin, dass in den Besprechungen zum Stadtteilentwicklungsplan eine Beruhigung des Handorfer Ortskern ein wichtiger Punkt ist und die Hobbeltstraße den Verkehr aufnehmen soll. Dies müsse unbedingt bei den Planungen von Übergängen, Kreisverkehren und Kreuzungen berücksichtigt werden.

In den Äußerungen zu den Plänen, so die BI „Starkes Handorf“, sei weiterhin die Rede davon, das Baugebiet möglichst Auto-frei zu halten. Die BI bitte unbedingt darum, bei den Einfamilienhäusern den eigenen Stellplatz (Carport, Garage) einzuplanen. Die Erfahrung von Mitgliedern der Initiative zeige, dass die vermeintliche Autofreiheit in der Realität nicht existiere und die Wege beparkt würden statt der sinnvollen Stellplätze.

Auch bittet die Bürgerinitiative „Starkes Handorf“ darum zu berücksichtigen, dass in den Vororten von Münster laut Bekunden der Politik Wohnraum für Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren geschaffen werden soll, da diese mangels bezahlbaren Wohnraums vermehrt in ländlichere Bereiche umzögen und dadurch wichtige Mitglieder für den Schutz nicht mehr zur Verfügung stehen. Aus Kreisen der Feuerwehr werde angemerkt, dass für eine schnelle Reaktion auf einen Notruf das eigene Auto am Haus stehen sollte, so die BI „Starkes Handorf“ abschließend.

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