Bürgerbad Hobbeltstraße eingeweiht
„Das Wunder von Handorf“

Münster-handorf -

Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist es „das Wunder von Handorf“: Nach nur zwölf Monaten Bauzeit ist das neue Bürgerbad betriebsbereit.

Montag, 08.03.2021, 17:22 Uhr
Das neue Bürgerbad Handorf
Das neue Bürgerbad Handorf Foto: hpe

Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist es „das Wunder von Handorf“: Nach nur zwölf Monaten Bauzeit ist das neue Bürgerbad betriebsbereit. Eine „tiefe Hochachtung“ habe er für die beiden Organisatoren, Ralf Thaleiser und Tim Teerling , so Lewe. Beide werden als Anerkennung für ihr bürgerschaftliches Engagement vom Stadtoberhaupt bald mit dem „Silbernen Rathaus“ ausgezeichnet.

„Ich bin erfreut, dass Träume auch in Zeiten knapper Kassen verwirklicht werden können. Die Bürger haben mit angepackt und sich vorbildlich engagiert“, so Lewe bei der wegen der Corona-Beschränkungen nur kleinen Eröffnungsfeier am Samstag vor dem Hallenbad mit der unverkennbaren Prinzipalmarkt-Silhouette an der Außenfassade.

Schlüsselübergabe für das neue Bürgerbad Handorf (v.l.): Bürgerbad-Generalbevollmächtigter Tim Teerling, Paul Gerrits (Pelikaan-Bau), Oberbürgermeister Markus Lewe, der Geschäftsführende Gesellschafter des Bürgerbades Ralf Thaleiser und die Vorsitzende des Fördervereins, Monika Schürmann.

Schlüsselübergabe für das neue Bürgerbad Handorf (v.l.): Bürgerbad-Generalbevollmächtigter Tim Teerling, Paul Gerrits (Pelikaan-Bau), Oberbürgermeister Markus Lewe, der Geschäftsführende Gesellschafter des Bürgerbades Ralf Thaleiser und die Vorsitzende des Fördervereins, Monika Schürmann. Foto: hpe

Fördervereins-Vorsitzende Monika Schürmann („Ich habe immer dran geglaubt“) wertete die stets wachsende Mitgliederzahl im Verein als „wichtigen Baustein für die Zukunft des Bades“. Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit von Thaleiser und Teerling hätten sich bei dem schnellen Bau des Acht-Millionen-Projektes ausgezahlt, so Schürmann.

Thaleiser erinnerte in seiner Begrüßung an die Anfänge. Im Dezember 2005 hatte der Rat der Stadt Münster beschlossen, das alte Hallen- und Freibad Handorf aus der städtischen Trägerschaft zu entlassen. Wenig später gründete sich die damalige Interessengemeinschaft für den Handorfer Bäderstandort, Mitte 2008 übernahmen die Bürger die Regie für ihr eigenes Bad. 13 Jahre lang diente das alte Bad dem Schwimmsport in Handorf, bis es dann endgültig geschlossen werden musste. Zunächst war zwar noch eine Generalsanierung angedacht, dann jedoch rückte ein Neubau am Standort Hobbeltstraße unweit des neuen Feuerwehrgerätehauses in den Fokus. Auch, um am angestammten Platz Heriburgstraße Raum für die Kirschgarten-Wohnbebauung zu schaffen.

Als Generalunternehmer bekam die niederländische Firma Pelikaan den Auftrag. Das Team um Firmenchef Paul Gerrits hatte laut Thaleiser „jederzeit alle Fäden in der Hand, um alles zu einem gelungenen Gesamtbauwerk zusammenzuführen“. Und Gerrits selbst lobte am Samstag die „fantastisch gute Zusammenarbeit“.

Um Extrawünsche wahrwerden lassen zu können, haben Handorfer Familien und Kaufleute große Teile der Ausstattung gesponsert.

Einen wesentlichen Anteil am Erfolg habe auch Markus Lewe. Ralf Thaleiser: „Er hat das gesamte Projekt Neubau stets positiv begleitet, Brücken gebaut und Türen geöffnet.“

Bevor die letzte Wandplatte aus Sandstein im Bereich des Eingangs eingesetzt wurde, segneten Dr. Christian Peters und Pastoralreferent Hans-Dieter Sauer den Neubau. Für Sauer ist das Bad „eine Wertschöpfung am Menschen und ein dickes Plus für die östlichen Stadtteile Münsters“. Die große Party mit den Menschen, die ihren Anteil am „Wunder“ haben, soll spätestens im Herbst nachgeholt werden.

Lob kam auch von der grünen Ratsfraktion. „Der Bau entspricht ökologisch allen Ansprüchen. Schön, dass die Handorfer die neuen Schwimmflächen nun nutzen können“, so der sportpolitische Sprecher Klaus Rosenau.

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