Hiltrup
Infopunkt ist längst feste Institution

Mittwoch, 11.03.2009, 09:03 Uhr

Münster-Hiltrup - Die Vorbereitungen zum ersten Hiltruper Brückenfest laufen auf Hochtouren, die erste Ausgabe des Stadtteilmagazins „Stoff“ hat toll eingeschlagen, zur Kulturarbeit wird ein Arbeitskreis gegründet. Und der Infopunkt an der Marktallee ist aus Hiltrup nicht mehr wegzudenken. Das ist die Quintessenz der Jahreshauptversammlung der Hiltruper Stadtteiloffensive, zu der überraschend viele Mitglieder erschienen waren, wie der Vereinsvorsitzende Michael Radau erfreut feststellte.

Mit Spannung war erwartet worden, wie es nach der Auflösung der Kulturinitiative mit der Kulturarbeit in Hiltrup weitergeht. Die Stadtteiloffensive hatte angeboten, dass diese Arbeit unter ihrem Dach fortgeführt wird (WN, 3.3.). Ein Konzept, das auch vom ehemaligen Sprecher der Kulturinitiative mitgetragen wird. Ein wesentlicher Vorteil: Sponsoren und Gönnern könnten in Zukunft Spendenquittungen ausgestellt werden. Dazu war die Kulturinitiative als lose Gruppe nicht in der Lage.

In der Versammlung trug Dieter Tüns die Überlegungen des Vorstandes vor. Die Attraktivität von Städten und Stadtteilen werde an ihrem kulturellen Angebot gemessen, erläuterte er. Dass es derzeit in Hiltrup gut funktionierende Netzwerkarbeit, aber „keine Lokomotiven“ oder „Zugpferde“ gebe, räumte er. Er schlug daher einen „Runden Tisch“ vor, zu dem interessierte Bürger, Vertreter von Vereinen, Parteien und Verwaltung und auch des Jugendforums geladen werden. Mitglieder der Stadtteiloffensive und der ehemaligen Kulturinitiative dürften auch nicht fehlen. Mit einem aufmunternd gemeinten Appell schloss Tüns seine Ausführungen: „Das kriegen wir doch hin, oder?“

Weiter gediehen sind bereits die Vorbereitungen zum 1. Hiltruper Brückenfest, wie Karl Franke referierte. Ein erfolgreiches Probeleuchten an der Prinzbrücke habe es bereits gegeben. Auch hätten erste Bürger ihre Bereitschaft erklärt, Kronleuchter für das Fest zur Verfügung zu stellen, um sie an der Prinzbrücke aufzuhängen.

Wie dem Bericht des Schatzmeisters Matthias Kniesel zu entnehmen war, stehen der Stadtteiloffensive rund knapp 2700 Euro für die Aktivitäten zur Verfügung. Der Waldlehrpfad hat nach Angaben von Projektleiter Dr. Horst Born 14000 Euro gekostet. „Er ist bezahlt“, stellt er zufrieden fest.

„Das Geld ist mit Sicherheit nicht verbrannt“, fügte er hinzu angesichts der erfreulichen Resonanz, auf die der geführte Weg durch die Hohe Ward allgemein treffe. Ein zweiter Teil solle folgen, sagte Born. Gelder bis zu 3000 Euro müsse man dafür noch einsammeln.

Über einen weiteren Erfolg berichtete Klaus Kauther: Das Stadtteilmagazin „Stoff“, das in Kooperation mit den Westfälischen Nachrichten erstellt wurde, sei richtig gut angekommen. 20000 Exemplare seien gedruckt worden. „Wir brauchten dazu einen starken Medienpartner“, meinte Kauther. Bei der Gestaltung des Blattes habe man sich an den Gründungsideen der Stadtteiloffensive orientiert. „Stoff soll motivierend sein und auf Projekte hinweisen“, so Kauther.

Nicht wegzudenken ist der Infopunkt. Die Besucherzahlen sprechen ein deutliche Sprache: 2007 wurden monatlich 310 Besucher gezählt, jetzt sind es bereits 549, berichtet Projektleiter Friedrich Meyer zu Berstenhorst. Man sei dazu übergegangen, zu zweit den Dienst im Infopunkt zu leisten. 1700 ehrenamtliche Stunden habe man im Jahr 2008 gezählt. Als Knüller habe sich die Ausgabe der „Gelben Säcke“ erwiesen. Zum Vorverkauf sagte Meyer zu Berstenhorst: 864 Karten wurden für 24 Veranstaltungen verkauft.

Auch wirtschaftlich steht der Infopunkt nach seinen Angaben auf gesunden Füßen. Finanziell sei der Bestand bis zum Herbst 2010 gesichert. „Wir gehen davon aus, dass er in Hiltrup bleiben wird“, so Meyer zu Berstenhorst. Michael Radau bestärkte das Team: „Andere Stadtteile beneiden uns um den Erfolg des Infopunktes.“

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