Hiltrup
VSE muss abspecken

Samstag, 13.02.2010, 12:02 Uhr

Münster-Hiltrup - Bei der angedachten Nutzung des Bahnhofsgebäudes in Hiltrup muss der Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) Abstriche in der Konzeption hinnehmen. „Der VSE muss abspecken“, bestätigte Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt auf Anfrage. Konkret wird es wohl darum gehen, dass der VSE aus finanziellen Gründen keine Fahrradwerkstatt in Eigenregie betreiben kann, wie er ursprünglich angedacht hatte.

Die große Kunst ist es bekanntlich, die nicht unerheblichen Investitionskosten zur Sanierung des maroden Bahnhofsgebäudes in Einklang mit der Refinanzierung durch die eher begrenzten Mieteinnahmen zu bringen, die der VSE aufbringen könnte. Dass es hier keine weiteren Zuschüsse von Seiten der Stadt an den VSE geben könne, ist in der Vergangenheit von allen Seiten stets betont worden.

Weitere Klärung sollte eine Gespräch bringen, zu dem Bezirksbürgermeister Schmidt Vertreter des Liegenschaftsamtes, den Wohn- und Stadt-Geschäftsführer Klemens Nottenkemper sowie Wilfried Stein vom VSE eingeladen hatte. Mit dabei waren Vertreter aller Hiltruper BV-Fraktionen. Hermann Geusendam-Wode ( SPD ) bestätigte den WN: „Noch passt es nicht zusammen. Die Zahlen lagen ein Stück auseinander.“

Das Raumprogramm des VSE müsste folglich von 700 Quadratmetern auf 450 Quadratmeter reduziert werden. Gestrichen werden soll der Bereich für einen Integrationsbetrieb, „der ohnehin etwas Zusätzliches“ gewesen werde.

Also keine Fahrradwerkstatt des VSE, vielleicht allerdings eine Abstellanlage, wie Geusendam-Wode sagte. Der VSE würde das Bahnhofsgebäude somit nur noch für eigene Verwaltungs- und Beratungsräume benötigen sowie für die Unterbringung von Jugendlichen, die der Jugendhilfeträger aus pädagogischen Gründen aus deren sozialen Umwelt herausnehmen muss.

Der SPD-Politiker betonte: „Wir müssen an den Rat in Münster eine Beratungsgrundlage abliefern, die Sub­stanz hat.“ Sie müsse so rechtzeitig vorliegen, damit sie im Haushalt 2010 Berücksichtigung finde. In zwei bis drei Wochen werden nach Einschätzung des Bezirksbürgermeisters verlässliche Daten über das Konzept mit dem VSE auf dem Tisch liegen. Über die Miethöhe habe man Klarheit.

Entscheidend sei nun, ob sich die Investition für die Wohn- und Stadtbau lohne und sich unter Einbeziehung der Abschreibungsmöglichkeiten für das Denkmal geschützte Gebäude rechne.

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