Hiltrup
Sparen bei den Spielplätzen

Freitag, 26.11.2010, 20:11 Uhr

Münster-Hiltrup - Der lange Zeit umstrittene Haushalt 2011 ist von den Fraktionen der Bezirksvertretung Hiltrup einstimmig beschlossen worden. Die Linken allerdings enthielten sich der Stimme. Nach den intensiven nichtöffentlichen Vorberatungen im sogenannten Ältestenrat war der einstimmige Beschluss keine wirkliche Überraschung mehr, sorgte gleichwohl für allgemeine Erleichterung und Zufriedenheit.

Ulrich Eckervogt (FDP) bekannte, er sei ein „bisschen stolz darauf, einen gemeinsamen Haushalt hinbekommen zu haben“. Eckervogt sprach Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ein Lob für dessen „großes Engagement“ aus. Auch Hermann Geusendam-Wode ( SPD ) war voll des Lobes, Schmidt habe die Gespräche gut moderiert. CDU-Fraktionschef Mark Lütke Schürmann hob die „vertrauensvoll geführten Gespräche“ hervor, Hubertus Zdebel (Linke) fand Lob und Anerkennung namentlich für den Bezirksbürgermeister und den CDU-Fraktionschef. Carsten Peters (Grüne) meinte, alle Fraktionen könnten sich in diesem Haushalt wiederfinden.

Die Bezirksvertretung wird vermutlich mit einer fünf-prozentigen Kürzung ihres Haushaltes auskommen müssen. Bei der Verteilung der Gelder legte sie besonderen Wert auf die Zuschüsse an Vereine, die sogar auf 13 500 Euro erhöht wurde. Neben den üblichen Posten wie ein Zuschuss zum Hiltruper Museum oder zur Weihnachtsbeleuchtung einigte man sich auf folgende Ausgaben: 3400 Euro für die Neugestaltung der Fahrradunterführung am Hiltruper Bahnhof, 12 500 Euro für eine bauliche Umgestaltung des Hiltruper Museums (Öffnung in Richtung Park), 500 Euro für einen Unterstand für die Boule-Gruppe des TuS Hiltrup, 10 000 Euro für den Bürgerradweg Ottmarsbocholter Straße, 5000 Euro für eine Wetterschutzhütte in der Hohen Ward, 6000 Euro für die Pylone auf dem Kreisverkehr Amelsbüren, 2000 Euro für eine Informationstafel am Bahnhof Hiltrup und 5000 Euro für Werbeschilder an den großen Ausfallstraßen.

Lediglich 18 500 Euro sollen für die Sanierung von Kinderspielplätzen aufgebracht werden. Selbst wenn man 5000 Euro für einen Sonnenschutz auf einem Spielplatz hinzurechnet, wird deutlich, an welcher Stelle die Bezirksvertretung in diesem Jahr spart. Lütke Schürmann sagt, dass nur die Hälfte der ansonsten üblichen Gelder in die Spielplatzsanierung gesteckt würden. Vertretbar sei das, weil im vergangenen Jahr einige Kinderspielplätze mit Mitteln des Konjunkturprogrammes der Bundesregierung fit gemacht wurden.

Dass der „Haushaltsfriede“ schnell Risse bekommen kann, wurde im Verlauf der weiteren Sitzung deutlich. Irritationen gab es bezüglich der Bezuschussung des Bürgerradweges Ottmarsbocholter Straße. Dieter Tüns, Leiter der Bezirksverwaltung, zitierte aus einer Mail der Verkehrsplaner, dass von der Stadt „per anno“ 120 000 Euro für den Radweg gegeben werden. In der Verwaltungsvorlage war von einem Zuschuss von 168 000 die Rede gewesen. Die SPD wetterte, dass die Bezirksvertretung „auf der Basis veralteter Zahlen“ einen Zuschuss von 10 000 Euro beschlossen habe.

Als es zudem später um den Antrag der Bürgerinitiative ging, 8000 Euro für den Radweg abzuberufen, sperrte sich die SPD zunächst ebenfalls. Erst als der Bezirksbürgermeister sich vehement einsetzte („wir sollten das jetzt durchziehen“), erfolgte ein einstimmiger Beschluss für die Unterstützung des Bürgerradweges.

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