Hiltrup
Michael Radau kündigt Rückzug an

Montag, 20.12.2010, 21:12 Uhr

Münster-Hiltrup - Michael Radau wird im Frühjahr bei der nächsten Mitgliederversammlung der Stadtteiloffensive den Vorsitz abgeben. Radau nannte gestern ausschließlich zeitliche Gründe für diesen Schritt. Zusätzliche berufliche, aber auch ehrenamtliche Verpflichtungen beim Einzelhandelsverband auf Landesebene zwängen ihn dazu. „Ein Ehrenamt will ich annehmen und ausfüllen und nicht nur auf dem Papier haben“, sagte Radau wörtlich.

Drei Jahre lang stand Radau der Stadtteiloffensive vor, war ihr Gründungsvorsitzender, der allerdings von Anfang deutlich gemacht hatte, dass er sich nur begrenzt zeitlich in die Arbeit einbringen könne. Er hoffe, dass es „keinen Bruch“ in der Arbeit der Stadtteiloffensive gebe. Der Vorstand, so versicherte der 2. Vorsitzende Karl Franke , werde mit einem personellen Vorschlag in die Mitgliederversammlung gehen, die im Februar oder März stattfinden werde. Ob dieser Kandidat aus den Reihen des Vorstandes kommt oder Jemand von außen ist, darauf wollten sich Radau und Franke gestern nicht festlegen lassen.

Die Stadtteiloffensive nutzte die Gelegenheit, einige zurückliegende Aktivitäten in Erinnerung zu rufen. Drei Ausgaben des Magazins „Stoff“ seien in Kooperation mit dem Medienhaus Aschendorff produziert worden. Die beliebte Werbewand an der Ecke Marktallee und Westfalenstraße sei für das Jahr 2011 bereits elfmal gebucht. Als Ergebnis einer Bürgerumfrage werde nun eine bessere Ankündigung von Veranstaltungen auf noch zu errichtenden Schildern erfolgen.

Der Infopunkt werde enorm angenommen. Im laufenden Jahr seien annähernd 10000 Gäste gezählt worden, berichtete Franke. Seit Bestehen seien es mehr als 24 000 Besucher gewesen.

Großes Lob gab es für die Arbeit der Kulturbühne, die zum „Charme des Stadtteils“ beitrage. Radau schlug den Bogen zur Tätigkeit der ehemaligen Kulturinitiative: „Wir nehmen es manchmal viel zu selbstverständlich, dass es der Stadtteiloffensive gelungen ist, einen nahtlosen Übergang zu schaffen.“

Durchaus selbstkritisch sah Franke die Außendarstellung: „Wir machen zu wenig Öffentlichkeitsarbeit.“ Das sah Dieter Tüns ein wenig anders und verwies auf die Präsenz in den Medien. Durch die Stadtteiloffensive gebe es zudem eine bessere Kommunikation und ein besseres Netzwerk im Stadtteil. Vielfach seien laut Tüns Dinge auch im Planungsstadium, über die noch nicht berichtet werden könne. Radau betonte, die ausschließlich ehrenamtliche arbeitende Stadtteiloffensive habe koordinierende Funktion, die bestimmte Dinge „initiiert und thematisiert“. „Wir sind keine Unterabteilung von Münster Marketing.“

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