Hiltrup
Zirkusjubiläum statt Brückenfest

Donnerstag, 27.01.2011, 08:01 Uhr

Münster-Hiltrup - Die Stadtteiloffensive hat umgeschwenkt. Sie strebt keine Neuauflage des Brückenfestes mehr an. Sie ist von diesem Vorhaben endgültig abgerückt, erklärte Karl Franke gegenüber den WN. Man wolle statt dessen das geplante Stadtteilfest zum 25-jährigen Bestehen des Jugendcircus Alfredo unterstützen, kündigte der kommissarische Vorsitzende der Stadtteiloffensive an.

Diese Funktion hat Franke, der bislang stellvertretender Vorsitzender war, nach dem plötzlichen Ausscheiden von Michael Radaus übernommen. Noch im Dezember hatte Radau seinen Abschied lediglich angekündigt. Er werde nicht erneut für den Vorsitz zur Verfügung stehen, hatte er damals deutlich gemacht.

Nun sollen am 22. März die Mitglieder der Stadtteiloffensive einen neuen Vorsitzenden wählen - und werden wohl auch weitere frei werdende Vorstandsposten neu besetzen müssen. So haben nach WN-Informationen Mark Lütke Schürmann als Abgesandter der Bezirksvertretung sowie Dr. Horst Born ebenfalls ihren Rückzug aus der Vorstandsarbeit angekündigt. Der Kulturbühne soll Born dem Vernehmen nach aber erhalten bleiben.

Die Absage des Brückenfestes kommt einigen in der Stadtteiloffensive offenbar gar nicht mal ungelegen. In den Reihen der Kulturbühne sowie des Infopunktes sorgte sie bei einigen für etwas Erleichterung. Mitglieder fühlten sich mit sanftem Druck zur Mitarbeit bewegt. Es fiel sogar das Wort, die Vorbereitung des Brückenfestes sei ihnen regelrecht „oktroyiert“ worden.

Das Brückenfest 2007 ist zwar in bester Erinnerung geblieben, die erneute Vorbereitung wollte aus der alten Mannschaft kaum jemand übernehmen. Zwar gab es auch Vereine und Einzelpersonen, die ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisierten, wie Franke berichtet. Doch offensichtlich sollten auch Kulturbühne und Infopunkte in die Pflicht genommen werden. „Niemandem ist jedoch etwas oktroyiert worden“, betont Franke. Einzig die Kulturbühne sei an ihre Rolle im Vereinsgefüge erinnert worden. Schließlich sei die Kulturbühne von der Stadtteiloffensive gegründet worden vor dem Hintergrund, „diese Events zu machen“.

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