Hiltrup
Ehrung für NS-Opfer Bernhard Poether

Donnerstag, 04.08.2011, 07:08 Uhr

Münster-Hiltrup - Morgen jährt sich zum 69. Mal der Todestag des katholischen Priesters Bernhard Poe­ther , der im Konzentrationslager Dachau 1942 nach annähernd dreijähriger qualvoller Haft völlig entkräftet den Tod erlitten hat. In einem besonderen Gottesdienst wird am Freitag (5. August) um 19 Uhr eine Sandsteintafel feierlich enthüllt, die an den in Hiltrup aufgewachsenen Priester erinnert. Eine Urne mit der Asche Poethers wird im Seitenaltar der Clemenskirche aufbewahrt.

Den Bereich vor dem Seitenaltar neu zu gestalten, war von Beginn an ein Anliegen des Gedenkkreises, der seit einigen Jahren unter Leitung von Pfarrer em. Ewald Spieker tätig ist. Inspirieren ließ sich die Gruppe von der Darstellung der Seligen und Heiligen des Bistums Münsters, wie sie im Paradieses im Hohen Dom zu Münster zu sehen ist. Auf einem eigenen Stein wurde nach Entwürfen der Kölner Künstlerin Ingrid Bussenius ein Foto Poethers übertragen. Dieser Stein wiederum ist eingefügt in eine einen Meter breite und 1,50 Meter hohe Sandsteinplatte, die der Künstler Winfried Häder aus Münster angefertigt hat.

Festgehalten sind hier die wichtigsten Lebensstationen Poe­thers. Zu sehen ist ein russisches Kreuz und das Bekenntnis „In diesem Zeichen wirst zu siegen“, das auch den bekannten Kelch Poethers ziert. Erstmals wird Pfarrer em. Ewald Spieker in einem Gottesdienst in St. Clemens auch ein Messgewand Poethers tragen, das ebenso wie der Kelch in St. Marien verwahrt wird.

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