Hiltrup
In der Kasse klingelte es weniger oft

Montag, 05.09.2011, 20:09 Uhr

Münster-Hiltrup - Die Kaufleute in Münster hadern mit dem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt, von dem sie sich mehr versprochen haben. Bei der Hiltruper Kaufmannschaft fällt das Resümee zwar nicht überschwänglich aus, aber unzufrieden ist man offensichtlich auch nicht. „Wir hatten zwar nicht die Mengen, die wir in den vergangenen Jahren hatten“, räumt Volker Sandner vom Wirtschaftsverbund ein. Mit dem Sonntag seien die Kaufleute ganz zufrieden gewesen. Im Unterschied zum Samstagnachmittag. „Da war nichts los, sagten mir mehrere Kaufleute“, so Sandner.

Genau beobachtet hat Kaufmann Matthias Kniesel von Sport, Mode und Lifestyle Hüttmann die Situation. „In den Geschäften war Bewegung“, bestätigt er. Doch in der Kasse waren 25 Prozent weniger Umsatz als in den Vorjahren. Gefehlt hätten die Kunden, die von außerhalb nach Hiltrup kommen. Die seien wohl nach Münster gefahren, mutmaßt er. Sein Appell daher: „Ein Termin für alle ist nicht gut. Es wäre besser, wenn wir einen verkaufsoffenen Sonntag alleine haben.“ Es gilt jedoch nicht als ausgeschlossen, dass die Hiltruper Kaufmannschaft sich mit dieser Situation arrangieren muss. Hartnäckig halten sich Einschätzungen, dass das Land NRW künftig nur noch verkaufsoffene Sonntage genehmigen will, die jeweils stadtweit gelten. „Ich fürchte, dass die kleinen Zentren dann ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren“, meint Kniesel.

Der Wirtschaftsverbund setzt nach dem Weinfest und dem verkaufsoffenen Sonntag auf eine verstärkte Kooperation mit der Innenstadt. „Beide Seiten haben den Wunsch geäußert, miteinander im Gespräch zu bleiben“, so Sandner. Dass Münster-Marketing mit Bernadette Spinnen und Fritz Schmücker zur Eröffnung des Weinfestes gekommen sei, habe ihn sehr gefreut. Dankbar sei er auch, dass Markus Lückertz von der Kaufmannschaft in Münster gekommen sei. Sandner betonte die Notwendigkeit, „mehr Kooperationen“ zu schaffen. Eine bessere Abstimmung innerhalb Hiltrups wäre aus seiner Sicht ebenfalls wünschenswert gewesen. Den Ausklang der Skulpturenausstellung hätte man wunderbar mit dem Schauraum-Konzept verbinden können.

Zufrieden zeigte sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (CDU) mit dem zurückliegenden Wochenende. „Die Hiltruper haben es genossen und positiv aufgenommen“, umschrieb er den Erfolg des Weinfestes. SPD-Fraktionschef Hermann Geusendam-Wode ergänzte: „Es hat sich gezeigt, das gut gemachte Veranstaltungen auch in Hiltrup die Konkurrenz der Innenstadt erfolgreich bestehen können und darauf kann man zukünftig mit Stolz verweisen.“ Den attraktiven Platz vor der Clemenskirche lobte er als „die Mitte Hiltrups“.

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