Rückbau der Spielplätze
Statt Spielgerät ein sattes Grün

Münster-Hiltrup -

Von den sechs im Bezirk Hiltrup vom Rückbau betroffenen Spielplätzen sind bisher zwei in Grünflächen verwandelt worden.

Donnerstag, 02.02.2012, 18:02 Uhr

Rückbau der Spielplätze : Statt Spielgerät ein sattes Grün
Recht beeindruckend wirken die massiven Fundamente, die beim Abbau der Spielgeräte am Spielplatz Burgwall/Fleigestraße zu Tage gefördert wurden. Foto: na

Massive Fundamente aus Beton, aus denen dicke Stahlrohre ragen, künden noch von der jüngsten Vergangenheit der Grünfläche am Burgwall/ Fleigestraße . Spielgeräte verschiedenster Coleur hatten hier gestanden, unübersehbar sehr fest verankert. „Zur Sicherheit der Kinder“, wie Ulrich Kleine-Bösing vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz betont. Da gebe es natürlich genaue statische Berechnungen und entsprechende Vorgaben, wie massiv und wie tief ein Fundament sein müsse.

Der ehemalige Spielplatz Fleigestraße gehört zu den 29 Spielplätzen in Münster, die, so der Ratsbeschluss im Dezember 2011, bis Ende März abgebaut oder teilweise zurückgebaut sein sollen.

Und es jetzt eben teilweise auch schon sind. Wie auch der an der Rubensstraße. Viel Grün und weißer Sand bilden hier jetzt eine große Freifläche in direkter Nachbarschaft zum Einkaufszentrum. Die Bänke sind noch nicht abgebaut, können, so sieht es die Verwaltung vor, im Einzelfall auch stehen bleiben. So wie die entstandenen Grünflächen weiterhin ihren Charakter behalten sollen. Allerdings: Der derzeitige Kälteeinbruch macht ein Fortschreiten der Arbeiten praktisch unmöglich.

Sechs Spielplätze sind im Bezirk Hiltrup betroffen. Wenn es die Wetterlage wieder zulässt, werden die Spielplätze Hünenburg-Süd, Pater-Kolbe-Straße, Rückert­straße und Südwestspitze Berg Fidel sukzessive vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz in Angriff genommen.

Zur Erinnerung: Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung war dieser Ratsbeschluss gefällt worden, um, so die Berechnungen des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz, rund 63 000 Euro an Unterhaltungskosten einzusparen. Einhergehend mit einer Ausdehnung der Grünflächen. Vier Prüfansätze hatten bei den Berechnungen des Amtes eine Rolle gespielt, ob der jeweilige Spielplatz eine Zukunft haben könnte oder nicht. Da war die Frage nach dem Versorgungsgrad, der teilweise über 100 Prozent lag. Dabei galt der Blick der Veränderung der Altersstruktur im umliegenden Gebiet, es wurde darauf geschaut, ob es geringe Nutzungsspuren auf dem Platz gab,wie stark er vermoost war, aber auch, ob sich nur wenig Abfall ansammelte. Auch die Entfernung zu anderen Spielplätzen wurde geprüft.

Die abgebauten Spielgeräte sollen, so sieht es die Stadt vor, bei anstehenden Sanierungen von Spielplätzen wieder Verwendung finden. Die massiven Betonfundamente natürlich nicht. Die werden aber auf Jeden Fall, so betont Kleine-Bösing, in Kürze abtransportiert.

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