Pater Jenkners Abschied aus Hiltrup rückt näher
Ein Pater mit Herz

Münster-Hiltrup -

Am Samstag wird Pater Jenkner nach fast 40-jähriger Tätigkeit in der Clemensgemeinde verabschiedet. Von den Kindern der Ludgerusschule bekam er jetzt ein besonderes, großes Herz geschenkt.

Mittwoch, 27.06.2012, 20:06 Uhr

Pater Jenkners Abschied aus Hiltrup rückt näher : Ein Pater mit Herz
Die ganze Schulgemeinde der Ludgerus-Grundschule war zusammen gekommen, um ein letztes Mal mit Pater Jenkner Gottesdienst zu feiern. Foto: ro

Wer es immer noch nicht wusste, dem hilft jetzt ein lieb gemeintes Geschenk der Ludgerusschule auf die Sprünge: Pater Jenkner ist ein Geistlicher mit Herz, mit einem großen Herz sogar.

Ein selbst gebackener Kuchen in Herzform zählte gestern zu den Geschenken, mit denen die Grundschule „ihren Pater“ zum Abschied überraschte. „Weil Sie uns auch immer viele Geschichten erzählt haben“, gab es obendrein ein liebevoll gestaltetes Buch. Randvoll mit schönen Geschichten.

Abschied nehmen: „Ich mag das gar nicht feiern“, sagte Pater Jenkner. „Aber es ist ein feierlicher Augenblick.“ Die gesamte Schule hatte sich auf dem Schulhof versammelt. Dem schönsten Bild des Tages wohnte der Zauber des ganz besonderen Augenblicks inne. Die Jungen und Mädchen ließen unzählig viele Luftballons zum Himmel aufsteigen, die vom leichten Westwind sanft in Richtung der beiden Kirchtürme von St. Clemens getrieben wurden. Begleitet wurden sie – auf den ersten Metern – von bunt schimmernden Seifenblasen, die aus einer Maschine munter heraussprudelten.

Über viele Jahre ist Pater Jenkner in Münsters größte Grundschule gekommen und hat mit den Kindern regelmäßig Gottesdienst gefeiert. Gottesdienst mit Pater Jenkner hieß immer, dass er allen Kindern von Gott erzählen will. Ob sie nun der katholischen oder evangelischen Konfession angehören, sich zu einer ganz anderen Religion bekennen oder gar nicht getauft sind.

Pater Jenkner lud immer ein zum Mittun – und freute sich, wenn die Einladung angenommen wurde. „Bis auf einige Kinder mit muslimischen Glauben, denen die Eltern die Teilnahme verboten haben, sind immer alle gekommen.“

Das Wort Kindergottesdienst mag Pater Jenkner übrigens gar nicht gerne hören. Er spricht lieber von Familiengottesdiensten. „Die Kinder sollen erleben, wie es ist, wenn die Erwachsenen mit Gott sprechen.“ Mit dem Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“, das bei Kindern wie Erwachsenen beliebt ist, klang der gemeinsame Gottesdienst aus.

Kaum sangen die Kinder die Zeilen „Sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein“, da setzte Regen ein, der fortan den Tag bestimmen sollte.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/970056?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F138%2F598109%2F1046055%2F
Nachrichten-Ticker