Schülerin Nina Kellner war Mitglied des fünften Jugendlandtags in Düsseldorf
Nina Kellner beim Hammelsprung

Münster-Amelsbüren -

Begleitetes Fahren schon mit 16? Keine Feten an Feiertagen? Das sind Fragen, die Jugendliche nicht nur betreffen, sondern über die sie auch einmal im Jahr diskutieren dürfen. Und das auf prominenter Ebene: Bereits zum fünften Mal fand in diesem Jahr der Jugend-Landtag in Düsseldorf statt. Mit dabei auch Nina Kellner aus Amelsbüren.

Dienstag, 13.08.2013, 23:08 Uhr

Nina Kellner durfte beim fünften Jugend-Landtag den Platz des CDU-Abgeordneten Prof. Dr. Thomas Sternberg einnehmen und an Fraktions- und Plenumssitzungen teilnehmen.
Nina Kellner durfte beim fünften Jugend-Landtag den Platz des CDU-Abgeordneten Prof. Dr. Thomas Sternberg einnehmen und an Fraktions- und Plenumssitzungen teilnehmen. Foto: jsp

Jeder Jugendliche nimmt dabei den Platz eines Abgeordneten im Landtag ein. Nina Kellner bewarb sich bei Prof. Dr, Thomas Sternberg (CDU). „Den Kontakt stellte eine Kommilitonin meines Bruders her, der in Münster Politikwissenschaften studiert“, erzählt Nina Kellner. Sternberg sagte zu, und schon war die 17-Jährige Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Jugend-Landtags – wenn auch nur für drei Tage.

Zwei Wochen vor der eigentlichen Veranstaltung haben sich Nina Kellner und Thomas Sternberg zum ersten Mal persönlich getroffen. „Wir tauschten uns über verschiedene Themen aus und Herr Sternberg erzählte mir, was ich zu erwarten habe.“ Das war eine ganze Menge, denn der Jugend-Landtag hat sich zum Ziel gesetzt, den Alltag eines Abgeordneten so gut wie möglich nachzuempfinden. Und laut Kellner ist das den Veranstaltern auch gelungen: „Schon nach kurzer Zeit vergisst man, dass es sich bei der ganzen Veranstaltung nur um ein Rollenspiel handelt.“ So gab es wie bei den „echten“ Abgeordneten Plenums- und Fraktionssitzungen. Zudem diskutierte Nina Kellner mit Jugend-Vertretern der anderen Parteien im Ausschuss für Gesundheit und Soziales. „Bei der Frage, ob Feten an Feiertagen verboten werden sollen, waren das zum Beispiel ein Pastor und ein Gastwirt“, berichtet die Jugendliche. Dabei sei alles „top organisiert“ gewesen, betont die Schülerin der Friedensschule.

Übernachtet haben die 234 jungen Abgeordneten in der neuen Düsseldorfer Jugendherberge unweit des Landtages. „Mehr als geschlafen, haben wir dort aber nicht. Von morgens bis abends hatten wir Termine im Landtag“, betont Nina Kellner. Besonders gefallen hat der Schülerin, dass sich auch die „echten“ Politiker an der Veranstaltung beteiligt haben. So hielt Karl-Josef Laumann bei der Jugend-Fraktionssitzung der CDU eine kleine Rede und beim „Parlamentarischen Abend“ kamen alle Jung-Abgeordneten mit ihren Vorbildern zusammen.

Zum Abschluss wurde im Plenum über die zwei bereits vorgegebenen und viele weitere Eilanträge der fünf Fraktionen abgestimmt. Wie eng es dabei zuging, zeigte sich bei der Abstimmung über den Eilantrag zur Lockerung des Nichtraucherschutzgesetztes. Aufgrund der unklaren Mehrheitsverhältnisse bedurfte es dort sogar eines Hammelsprungs, erzählt Nina Kellner. Beim Hammelsprung verlassen die Abgeordneten den Plenarsaal und betreten ihn wieder durch eine von drei Türen, die jeweils für „Ja“, „Nein“ oder „Enthaltung“ stehen. Dabei werden die Stimmen gezählt.

„Alles in allem ein sehr spannendes und bereicherndes Wochenende, das ich jedem Politikinteressierten nur empfehlen kann“, zieht Nina Kellner ein begeistertes Resüme.

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