Drohende Spielplatzschließung
„Ich habe hier schon vor 40 Jahren gespielt“

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Mehr als 40 Erwachsenen haben sich für den Erhalt des Spielplatzes Pappelweg stark gemacht. In Hiltrup-Ost seien viele junge Familien mit Kindern neu zugezogen.

Dienstag, 01.10.2013, 19:10 Uhr

Engagierte Anwohner: Die Bürger vom Pappelweg machen sich gemeinsam für den Erhalt des Spielplatzes in Hiltrup-Ost stark, auf dem einige bereits selbst als Kinder spielten.
Engagierte Anwohner: Die Bürger vom Pappelweg machen sich gemeinsam für den Erhalt des Spielplatzes in Hiltrup-Ost stark, auf dem einige bereits selbst als Kinder spielten. Foto: sz

Der Rückbau von Spiel- und Bolzplätzen ist ein Thema, das vor allem in Hiltrup-Ost für ein Aufhorchen sorgt. Dort wird zurzeit über den Rückbau des Spielplatzes am Pappelweg diskutiert. Mehr als 40 Kinder und Erwachsene machen sich für den Erhalt ihres Spielplatzes stark.

Eine Vorlage der Stadtverwaltung sieht vor, auch den Spielplatz am Paul-Klee Weg sowie den Amelsbürener Bolzplatz am Kirchfeld rückzubauen. Grundlage hierfür ist eine Errechnung der Verwaltung, nach der Hiltrup mit Spielplätzen überversorgt sei. Deshalb hatten sich Hiltrups Politiker fraktionsübergreifend auf den Weg gemacht, um die vorgesehenen Spiel- und Bolzplätze zu begutachten.

Mit einem derart großen Bürgeraufgebot hatte wohl niemand von ihnen gerechnet. „Ich habe hier schon vor 40 Jahren gespielt“, begründet eine Anwohnerin des Pappelwegs ihr Engagement. Sie und einige Nachbarn hatten neben Transparenten auch Kaffee und Kuchen bereitgestellt, um so viele Leute wie möglich zu mobilisieren.

„Wir werden da ganz offen drüber diskutieren und die Interessen abwägen“, beruhigt Joachim Schmidt die Frau. Dem Bezirksbürgermeister ist die Wichtigkeit der Angelegenheit bewusst, schließlich leben rund 60 Kinder in der Nähe des Spielplatzes. Bereits 2012 sollte der Platz geschlossen werden, schon damals hatten die engagierten Anwohner dies verhindert.

Zusätzlich wird auch über die Pflege einiger Grünflächen diskutiert. Diese sollen nur noch ein- oder zweimal im Jahr gemäht werden – eine Idee, die von Hiltrups Politikern kritisch betrachtet wird. Groß ist die Sorge, dass das hohe Gras zum Abladen von Müll und dergleichen einladen könne.

Am Ende der Rundtour zeigt sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt zuversichtlich, dass man alle Plätze retten könne. Einzig der Bolzplatz am Kirchfeld werde wohl verschwinden.

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