Lichterfest mit Weihnachtsmarkt
Bereicherung oder Flop?

Münster-Hiltrup -

Erfolg oder Flop – diese Frage beschäftigte die Mitglieder des Wirtschaftsverbunds Hiltrup (WVH) bei ihrer Versammlung am Donnerstag in Caffé Papageno bei der Besprechung des Lichterfests. Am 30. November soll die Marktallee leuchten und viele Kunden zum Bummeln und Einkaufen locken. Gleichzeitig allerdings veranstaltet der Landwirtschaftverlag seinen Premiere-Landlust-Weihnachtsmarkt. Und der wird mit über 40 Ständen deutlich größer als die Kaufleute angenommen hatten.

Mittwoch, 16.10.2013, 21:10 Uhr

Der Nikolaus wird beim Lichterfest auch in diesem Jahr an verschiedenen Haltestellen Tüten an Kinder verteilen.
Der Nikolaus wird beim Lichterfest auch in diesem Jahr an verschiedenen Haltestellen Tüten an Kinder verteilen. Foto: gro

„Es ist wie ein Blick in eine Glaskugel“, sagte Vorstandsmitglied Achim Schilling . „Wir hoffen durch den Weihnachtsmarkt auf mehr Zulauf für unsere Geschäfte, wissen aber nicht, ob es wirklich so sein wird.“ Bernd Berger kann sich nicht vorstellen, dass die Besucher nach dem Schlendern über Weihnachtsmarkt noch Lust haben, auch auf die Marktallee zu kommen. „Uns werden Kunden abgezogen. Es wäre besser gewesen, den Stadtteil an zwei Wochenenden voll zu haben.“

Ursprünglich habe der Landwirtschaftsverlag nur einen relativ kleinen Markt geplant, berichtet Volker Sandner, der zu Beginn des Jahres – als damals noch amtierendes Vorstandsmitglied – an den Vorbesprechungen teilgenommen hat. Deshalb habe der Wirtschaftsverbund einer Kooperation zugestimmt. Schilling ist zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit dennoch ein Erfolg wird. Der Landwirtschaftsverlag werde das Lichterfest in seine Werbung mit einbeziehen. „Und dann müssen wir sehen, dass wir die Marktallee attraktiv gestalten, die Geschäfte toll beleuchten und alle Beteiligten etwas auf die Beine stellen, damit das Einkaufen zum Erlebnis wird“, appellierte Schilling an die Mitglieder.

Unstimmigkeiten gab es um die Haltepunkte der Kutsche mit dem Nikolaus. Angeregt wurde, eine zusätzliche Haltestelle an der Ecke Marktallee / Westfalenstraße einzurichten. Eine Arbeitsgruppe will sich in den kommenden Tagen noch einmal mit der Detailplanung für das Lichterfest beschäftigen und auch mit den Kindergärten und Schulen noch einmal Kontakt aufnehmen, damit viele Kinder kommen und sich ihre Tüten abholen.

Weiterer Tagesordnungspunkt der Versammlung war das Weinfest. Klagen habe es gegeben, dass am Samstagnachmittag zu wenig auf der Marktallee „los gewesen sei“, berichtete WVH-Sprecher Torben Fleischer.

Oliver Schmidt schlug daraufhin vor, dass die Kaufleute ein Picknick für ihre Kunden veranstalten, damit auch schon vor der Eröffnung des Weinfestes Leben auf die Marktallee kommt. Denkbar sei auch, den Freitag in das Fest zu integrieren, um das gesamte Wochenende zu nutzen.

Beschäftigen will sich der Vorstand mit den Öffnungszeiten der einzelnen Geschäfte. „Wir versuchen eine Kernzeit zu ermitteln, in der alle Geschäfte geöffnet habe, um diese Informationen an die Kunden weiterzugeben“, kündigte Oliver Ahlers vom Vorstandsteam an.

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