Evangelisches Gemeindezentrum wird umgebaut
Fünf Baustellen in einer

Münster-Hiltrup -

Gebaut wird im evangelischen Gemeindezentrum erst seit ein paar Tagen, trotzdem „sieht es schon richtig nach Arbeit aus“, sagt Kirchbaumeister Werner Berndt hoch erfreut. Die Baustelle kommt einem Rundumschlag gleich – im Grunde handelt es sich sogar um fünf Maßnahmen in einer Baustelle.

Donnerstag, 08.01.2015, 21:01 Uhr

Planung wird Wirklichkeit (v.l.): Die Architektinnen Anne Linnemannstöns und Diana Danne sowie Pastorin Beate Bentrop, Elke Bottermund-Hüls und Werner Berndt aus dem Presbyterium zeigen, was sich ändern wird.
Planung wird Wirklichkeit (v.l.): Die Architektinnen Anne Linnemannstöns und Diana Danne sowie Pastorin Beate Bentrop, Elke Bottermund-Hüls und Werner Berndt aus dem Presbyterium zeigen, was sich ändern wird. Foto: mlü

„Die Heizkosten haben uns in den Wahnsinn getrieben“, erklärt Berndt , wo die Planungen ihren Anfang genommen haben. Die elektrische Fußbodenheizung des Gebäudes verursache „abenteuerliche Kosten“. Als das Gemeindezentrum gebaut wurde, „entsprach die Wärmedämmung noch dem Standard, heute müssen wir ordentlich nachlegen“, sagt die Architektin Diana Danne , die mit ihrer Kollegin Anne Linnemannstöns den Umbau leitet. Der Einbau einer neuen (Gas-)Heizung und die energetische Verbesserung der Außenhaut seien die vordringlichsten Motive für die Sanierungsarbeiten.

Nächster Punkt: Barrierefreiheit. Wer als Rollstuhlfahrer oder mit dem Rollator vom Gemeindesaal zu einer Toilette wollte, musste sich erst durch die Kirche hinaus und über die Außenrampe wieder in das Gemeindezentrum hineinbewegen. In Zukunft soll der Fahrstuhl auch im Gemeindesaal und in den Obergeschossen Halt machen. Auf allen Ebenen werden behindertengerechte Sanitärbereiche eingerichtet.

Doch am augenfälligsten wird am Ende der Bauarbeiten sein, dass die Finsternis aus dem Gemeindezentrum gewichen ist. Weil die Rollstuhlrampe verlegt wird, können im Gemeindesaal bodentiefe Fenster eingesetzt werden. Auch die Rückwand wird durchbrochen und öffnet den Blick zum Garten hinter der Kirche. Für größere Veranstaltungen werden damit Saal und Freifläche gemeinsam nutzbar. Stichwort Geselligkeit: Die Küche wird vergrößert.

Bei der Finanzierung geht die Gemeinde „bis an die Kante“, wie Berndt sagt. 700 000 Euro wird der Umbau kosten. Allerdings fördern die Stiftung Wohlfahrtspflege und die Aktion Mensch den barrierefreien Ausbau. Womöglich gibt es für die Wärmedämmung auch noch Zuschüsse.

► Die Christuskirche ist vom Umbau übrigens nicht betroffen. Viele Gemeindegruppen sind umgezogen – zum Beispiel ins Pfarrzentrum oder Hiltruper Museum. Die Bauarbeiten dauern vermutlich bis Pfingsten .

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