In Hiltrup soll am Wochenende die größte Duplo-Stadt überhaupt entstehen.
Trainingslager für einen Weltrekord

Münster-Hiltrup -

Klötzchen für Klötzchen bauen Kita-Kinder neue Welten - und proben für einen Rekord.

Mittwoch, 18.05.2016, 23:05 Uhr

Voll konzentriert bauen die Kinder in der Stadthalle ihre Duplo-Modelle.
Voll konzentriert bauen die Kinder in der Stadthalle ihre Duplo-Modelle. Foto: jans

Frieda hat gerade die Halle Münsterland gebaut. Michael präsentiert eine fahrbare Tankstelle und Meta eine Putzmaschine. Die knallbunten Wunderwerke haben die drei Vorschulkinder der Kita Emmerbachtal aus Duplo-Steinen zusammengestöpselt.

Am Mittwoch trainierten sie mit vielen anderen Kindern in der Stadthalle schon mal für das Bau-Event „ Münster BIG International City“, das am Samstag und Sonntag (21. und 22. Mai) von 11 bis 17 Uhr im Sitzungssaal der Stadthalle stattfinden soll. Dabei wird unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ein Weltrekord angepeilt. Menschen ab drei Jahren können mitmachen

Gemeinsam mit Wolfgang Strunk vom Flüchtlingsnetzwerk organisiert Lego-Fan Christoph Neteler den Rekordversuch. Es soll die wltgrößte Duplo-Stadt entstehen. Der städtische Angestellte Neteler stellt dafür aus seinem privaten „Lego-Schatz“ viele Kisten mit Duplo-Steinen zur Verfügung. Daraus können Kinder dann als Ergänzung zum Stadtteilfest ihr ganz persönliches Münster – oder Hiltrup – aufbauen. Spezielle Vorgaben dafür gebe es nicht, so die Veranstalter. Neteler: „Es wird funktionieren!“

„Trainingslager“ für den Weltrekordversuch sind auch am heutigen Donnerstag die Räume des Hörbehindertenzentrums. Dort begrüßt Jürgen Brackmann, Erster Vorsitzender der Ortsgruppe Münster und Münsterland des Deutschen Schwerhörigenbundes Kindergruppen aus den Kitas der Umgebung. Mit ihren Betreuerinnen und Betreuern dürfen sich die Steppkes jeweils zwei Stunden lang auf Netelers Duplo-Steine stürzen und damit ihre ganz eigene Welten bauen.

„Ich hab´eine Kuh!“ ruft dabei ein Mädchen erfreut und stellt die just ergatterte Plastikfigur neben ein Häuschen. Andere Kinder lassen inzwischen auf einer selbst angelegten Eisenbahntrasse die Züge sausen.

Gleich nebenan steht Neteler und freut sich über das muntere Treiben. Der 52-Jährige hat inzwischen „soviel Lego wie Duplo“ in den eigenen vier Wänden seit 20 Jahren angesammelt. Seine beiden Kinder haben davon allerdings wenig: „Sie sind rausgewachsen. Ich bin wieder reingewachsen“, lacht Neteler.

Susanne Ahlers-Roveran, Leiterin der Kita Emmerbachtal, hat derweil mit einer weiteren Betreuerin ihre Schützlinge gut im Blick. „Die Vielfalt ist hier gegeben“, sagt sie anerkennend. Ihre Kolleginnen dürften an den „Trainings“-Tagen zur gleichen Ansicht gelangen. In der Tat: Die Kinder sind voll konzentriert. Passende Steine werden gesucht. Mandy überrascht gerade alle mit ihrem praktischen Duplo-Komplex: Sie baute eine Baustelle – komplett mit Imbissmöglichkeit: „Hier kann man Essen kriegen.“ Längeren Bestand haben die Duplo-Gebäude allerdings weder im Training noch am Wochenende, stellen Neteler und Strunk klar. Die knallbunten Kinderwelten müssen nämlich stets nach einer Spielsitzung wieder abgebrochen werden, damit bei den Teilnehmern am nächsten Tag erneut eine ganze Stadt aus Plastiksteinen entstehen kann.

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