Geplantes Baugebiet an der Vogelstange
Der Müllwagen ist die Krönung

Münster-Hiltrup -

Am künftigen Baugebiet an der Vogelstange weisen Anwohner auf Gefahren für Kinder auf ihrem Schulweg hin. Jetzt gab es ein Treffen mit Hiltruper Kommunalpolitikern.

Donnerstag, 16.06.2016, 07:06 Uhr

Während Anwohner dem Bezirksbürgermeister die Verkehrssituation erläutern, befinden sich zahlreiche Kinder auf ihrem täglichen Weg zum Schulzentrum.
Während Anwohner dem Bezirksbürgermeister die Verkehrssituation erläutern, befinden sich zahlreiche Kinder auf ihrem täglichen Weg zum Schulzentrum. Foto: gro

Mittwochs gibt es normalerweise die Krönung. Wenn der große Müllwagen kommt und zugleich morgens um 7.40 Uhr die Schüler in großer Zahl in Richtung Schulzentrum radeln, dann wird es im Bereich Nimrodweg und Vogelstange richtig spannend. Würden nicht Schüler – wie auch Autofahrer – kurzerhand auf den Gehweg ausweichen, dann ginge auf der schmalen Straße gar nichts mehr.

Gestern verspätete sich der Müllwagen. Dennoch war das Bild, das sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt , Fraktionschefin Astrid Bühl und dem BV-Mitglied Melanie Fleischer (alle CDU ) verschaffen konnten, recht eindeutig. Wenn hier noch mehr Verkehr auf die kleine Straße geleitet wird, dann würde man möglicherweise sehr gefährliche Situationen heraufbeschwören. Die Verkehrslage im Bereich Nimrodweg und Vogelstange würde durch eine Zufahrt in ein weiteres Baugebiet noch unübersichtlicher.

Das geplante Baugebiet an der Vogelstange, so machten die Hiltruper Kommunalpolitiker angesichts der rapide wachsenden Stadt Münsters deutlich, werden sie nicht verhindern können. Die CDU schlägt eine Veränderung der Zuwegung vor. Sie will ein weitere Zufahrt in das künftige Baugebiet schaffen, die in Höhe der Sportanlage Hiltrup-Süd von der Westfalenstraße abzweigt. Diese Zuwegung soll auch der Anbindung der geplanten Kindertagesstätte dienen, die in dem Baugebiet vorgesehen ist. Die städtischen Planungen, die Ende April öffentlich vorgestellt wurden, sehen 40 bis 50 Wohneinheiten in sechs zweigeschossigen Mehrfamilienhäusern vor.

Keine Zweifel ließen die Anwohner daran, dass sie am liebsten sähen, wenn die Stadt diese Planungen wieder in der Schublade verschwinden lassen würde. Die Auswirkungen auf die Natur und die Tierwelt wären enorm, wenn diese Feuchtwiese bebaut würde und künftig Wohnbebauung von beiden Seiten an Sandforts Busch heranrücke.

Doch hier wollte ihnen der Bezirksbürgermeister keine Hoffnungen machen.

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