Aktionstag der Diakonie im evangelischen Gemeindezentrum
„Kulturelle Teilhabe ist gesund“

Münster-Hiltrup -

Demenz und Kunst, verträgt sich das? Die Kölner haben es ausprobiert – oder genauer gesagt: Jochen Schmauck-Langer hat für die Kölner Museen ein Konzept entwickelt, das auch Demenz­erkrankten kulturelle Teilhabe ermöglichen soll. Über seine Erfahrungen aus der Praxis berichtete er in Hiltrup beim Aktionstag im evangelischen Gemeindezentrum.

Montag, 29.08.2016, 00:08 Uhr

Gastredner Jochen Schmauck-Langer berichtete über die Möglichkeiten, Kunst und Kultur mit der Arbeit im Demenzbereich zu verbinden.
Gastredner Jochen Schmauck-Langer berichtete über die Möglichkeiten, Kunst und Kultur mit der Arbeit im Demenzbereich zu verbinden. Foto: mlü

Schmauck-Langers‘ Verein „Dementia und Art“ organisiert Theaterprojekte, Mal-Ateliers und Konzerte, etwa im Vorfeld des Welt-Alzheimertages. Im Vordergrund steht „eine schöne gemeinsame Zeit“, es gehe primär um das Wohlfühlen. Auf Fotos von Museumsführungen und Kammerkonzerten ist zu erkennen, dass die Demenzkranken für einen Moment aus ihrer Versunkenheit auftauchen – oder sich ganz fasziniert auf die Kunst konzentrieren. „Angstzustände in den fremden Räumen? Das haben wir fast gar nicht“, so Schmauck-Langer.

Er war nur einer von zahlreichen Rednern zum Aktionstag „Kultur trifft Pflege“, auch viele Hiltruper Angebote konnten sich präsentieren, darunter das Projekt „Komm mit“ für Kulturbegleitung. 6628 Menschen in Münster sind pflegebedürftig. „Es darf nicht nur um die Grundversorgung gehen“, sagt Quartiersentwicklerin Yvonne von Kegler von der Stadt Münster. Und Gisela Riedel von der Gemeindediakonie betont: „Es ist nachgewiesen: Kulturelle Teilhabe ist gesund.“

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