Altengerechte Wohnungen
Stiftung legt Baupläne auf Eis

Münster-Hiltrup -

Die Meyer-Suhrheinrich-Stiftung wird in Hiltrup-Ost nicht die Trägerschaft für ein zu bauendes Sozialzentrum mit 17 altengerechten Wohnungen übernehmen. Die Eigenmittel reichten nicht aus, um das Drei-Millionen-Vorhaben zu stemmen.

Mittwoch, 01.03.2017, 12:03 Uhr

Der neue Vorstand der Meyer-Suhrheinrich-Stiftung setzt sich zusammen aus Christian Kloster, Ulrich Knispel und Birgit Volbracht (v.l.). Mit im Bild die Mitarbeiterin der Geschäftsstelle, Bettina Korte, sowie das Kuratoriumsmitglied Reinhard Mangels (r.)
Der neue Vorstand der Meyer-Suhrheinrich-Stiftung setzt sich zusammen aus Christian Kloster, Ulrich Knispel und Birgit Volbracht (v.l.). Mit im Bild die Mitarbeiterin der Geschäftsstelle, Bettina Korte, sowie das Kuratoriumsmitglied Reinhard Mangels (r.) Foto: gro

Es galt bereits als ausgemachte Sache: Die Meyer-Suhrheinrich-Stiftung würde in Hiltrup-Ost die Trägerschaft für ein zu bauendes Sozialzentrum mit 17 barrierefreien Wohnungen für ältere Menschen übernehmen. Nun erklärt die Meyer-Suhrheinrich-Stiftung, sie könne die nötigen Gelder nicht aufbringen. Die Eigenmittel reichten nicht aus, um das Drei-Millionen-Vorhaben zu stemmen. „Wir sind keine Hasardeure“, sagt Kuratoriumsmitglied Reinhard Mangels .

Diese Nachricht ist ein Paukenschlag. Es sind keine zwei Wochen vergangen, als die Kirchengemeinde St. Clemens den Bau dieses Hauses in einem Gespräch mit Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt öffentlich ankündigte (WN, 17.2.). 17 Wohnungen sollten entstehen.

In der Zwischenzeit hat das Kuratorium getagt und in Rücksprache mit der kirchlichen Stiftungsaufsicht die Pläne in die Schublade gelegt. „Wenn wir die 20 Prozent Eigenkapital hätten, würden wir bauen“, sagt Mangels.

Auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhauses am Loddenweg hätte ein Gebäude mit 1400 Quadratmetern Nutzfläche entstehen sollen. Auf 114 Quadratmetern wäre zudem ein Raum für Treffpunkt und Beratung entstanden. Letztgenanntes Ziel soll weiter verfolgt werden, erklärt Birgit Volbracht . Kirchenvorstandsmitglied Mangels ergänzt, die Kirchengemeinde St. Clemens trage dieses Ziel mit.

Zugleich gibt die Stiftung einen umfassenden Wechsel im Vorstand bekannt. Neuer Vorstandssprecher ist Christian Kloster. Er übernimmt die Arbeit hauptamtlich. Birgit Volbracht, die weiterhin für die aufsuchende Seniorenaltenarbeit zuständig ist, rückt zudem in den Vorstand auf. Ausgeschieden sind Gunther Otto sowie Klaus Borchard, der seit 2000 dem Vorstand angehörte. Christian Kloster, der bereits der dritte Vorstandsvorsitzende seit 2013 ist, soll für Kontinuität sorgen.

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