Richtfest an der Marie-Curie-Straße
Prototyp-Kita für wachsende Stadt

Münster-Hiltrup -

In der wachsenden Stadt Münster fehlen Kitaplätze. Jetzt wurde im Baugebiet an der Malteserstraße Richtfest für eine Kita gefeiert, die künftig als Vorlage für identische Bauten dienen soll. Das spart Planungskosten. Einen Wermutstropfen gibt es – die Kita wird nicht passend zum neuen Kindergartenjahr fertig.

Donnerstag, 02.03.2017, 17:03 Uhr

Den symbolischen letzten Nagel schlugen Oberbürgermeister Markus Lewe (4.v.r.) und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (2.v.l.) in das Zimmerergewerk. Die neue Kita öffnet im September ihre Pforten.
Den symbolischen letzten Nagel schlugen Oberbürgermeister Markus Lewe (4.v.r.) und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (2.v.l.) in das Zimmerergewerk. Die neue Kita öffnet im September ihre Pforten. Foto: mlü

Sie ist die erste ihrer Art – die geplante Kita an der Marie-Curie-Straße könnte so aber auch bald in anderen Stadtteilen stehen: Der Entwurf soll nämlich anschließend mehrfach wiederverwendet werden, um der wachsenden Stadt Münster ständig neue Planungskosten für viele weitere benötigte Kindertagesstätten zu ersparen. Jetzt feierte der Hiltruper Prototyp Richtfest . Oberbürgermeister Markus Lewe und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt schlugen den symbolischen letzten Nagel in das Zimmerergewerk.

Das kompakte Flachdach-Gebäude der Kindertageseinrichtung erhält eine braun-rote Ziegelfassade und erstreckt sich über zwei Geschosse. „Dieser Bau passt in das Wohngebiet und hat eine städtebauliche Qualität“, lobte Lewe das Konzept. Er freute sich, in einer attraktiven Stadt wirken zu können, wo es eine hohe Anzahl von Kindern gibt. „Wir brauchen deshalb aber auch eine ganze Reihe von Kitas“, sagt Lewe – das sei zwar ein Problem, „aber ein schönes“: Besser eine wachsende Stadt, als eine, die schrumpfe und in der öffentliche Gebäude geschlossen werden müssten.

In Hiltrup habe es bisher gerade so geklappt, „jedem Kind einen Kita-Platz zu verschaffen“, so Bezirksbürgermeister Schmidt. „Das gelingt längst nicht jedem Stadtteil.“ Im Bereich Hiltrup liegen die Versorgungsquoten trotzalledem unter dem städtischen Durchschnitt, sowohl für die U3-Kinder als auch für die Ü3-Kinder. Die kleinräumige Bevölkerungsprognose für Hiltrup macht deutlich, dass der Bedarf weiter steigt. „Wir brauchen diese Kita und die geplante an der Vogelstange auch deswegen, damit wir irgendwann die Container zum Beispiel in der Kardinalstraße abbauen können“, hofft Schmidt auf eine Entspannung an der Kita-Front.

Einen Wermutstropfen aber gibt es. Der bisherige Zeitplan lässt sich nicht halten. Rechtzeitig zum neuen Kita-Jahr wird der Neubau an der Marie-Curie-Straße nicht mehr fertig. Witterungsbedingte Verzögerungen führen dazu, dass die Kita nun frühestens im September ihre Pforten öffnet. Das erläuterte Ingrid Kremer vom städtischen Amt für Immobilienmanagement. Rund drei Millionen Euro investiert die Stadt. Kremer: „Aus heutiger Sicht ist das Budget auskömmlich.“

Der Neubau umfasst eine Fläche von 1100 Quadratmeter. Träger der Einrichtung ist die Kinder und Jugendhilfe „Outlaw“, am Standort werden künftig etwa 100 bis 120 Kinder betreut. Das Betreuungskonzept sieht verschiedene Gruppen für bis zu drei Jahre alte Kinder, für Zwei- bis Sechsjährige und Drei- bis Sechsjährige Kinder vor.

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