„Kommissar Overbeck“ fühlt sich in Münster wie Zuhause
Bitterböse und unterhaltsam

Münster-Hiltrup -

Innerhalb von wenigen Monaten besuchte am Freitagabend der nächste hochkarätige Gast den Kulturbahnhof. Nach Gästen wie dem Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer oder ARD-Sonderkorrespondent Thomas Aders kehrte nun Roland Jankowsky alias „Kommissar Overbeck“ aus der Kult-Krimireihe „Wilsberg“ an der Bergiusstraße ein.

Montag, 17.04.2017, 18:04 Uhr

Bitterböse und zugleich sehr unterhaltsam präsentierte Roland Jankowsky die „kriminellen“ Kurzgeschichten im ausverkauften Kulturbahnhof.
Bitterböse und zugleich sehr unterhaltsam präsentierte Roland Jankowsky die „kriminellen“ Kurzgeschichten im ausverkauften Kulturbahnhof. Foto: ske

Innerhalb von wenigen Monaten besuchte am Freitagabend der nächste hochkarätige Gast den Kulturbahnhof . Nach Gästen wie dem Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer oder ARD-Sonderkorrespondent Thomas Aders kehrte nun Roland Jankowsky alias „Kommissar Overbeck “ aus der Kult-Krimireihe „Wilsberg“ an der Bergiusstraße ein. Bei seiner Lesung „wenn Overbeck kommt…“ trug Jankowsky in lebhafter Schauspieler-Manier ausgewählte „kriminelle“ Kurzgeschichten vor.

Als wichtigtuerischer, aber liebenswerter Kommissar Overbeck ist er durch die ZDF-Serie mittlerweile einem breiten Publikum bekannt. Dies führte dazu, dass auch die Karten für die Lesung im Hiltruper Kulturbahnhof schon nach kurzer Zeit restlos vergriffen waren. „Mir macht das Live-Erlebnis beim Theaterspielen und auch bei Lesungen großen Spaß. Es ist einfach etwas anderes, ob man ohne anwesendes Publikum vor einer Kamera steht, oder die Reaktionen direkt an den Gesichtern der Zuhörer ablesen kann“, sagte Jankowsky, der sich durch das Markenzeichen „Overbeck“ auf keinen Fall genervt, sondern geehrt fühle.

Viele positive Reaktionen erhielt Jankowsky zum Beispiel beim Vortragen der Geschichte „Der Teich“ von Martina Kempff. Ein nichtschwimmender Nachbarsjunge reizt den teichbesitzenden Protagonisten der Eifel-Kurzgeschichte so weit, dass dieser sich schließlich dazu entschließt den Jungen endgültig vor dem Ertrinken zu retten – in dem er den Jungen vorsorglich umbringt. Mit stimmlichen Meisterleistungen leitet Jankowsky das Publikum durch die Geschichte, welche dann doch ganz anders als erwartet endet.

Seit fünf Jahren tritt Roland Jankowsky mit Lesungen auf, bei denen ihm seine Berufserfahrungen als Schauspieler zu Gute kommen. „Ich stand schon als kleiner Junge gerne im Mittelpunkt und scheinbar hatte ich auch damals schon etwas Talent, was das Vorlesen angeht. Mein Deutschlehrer in der Schule hat mich jedenfalls immer gebeten der Klasse Texte vorzutragen“, so Jankowsky.

Nach 20 Drehjahren für „Wilsberg“ bezeichnet der eingefleischte Krimi-Fan Münster sogar als seine zweite Heimat. „Ich fühle mich immer wohl in Münster und auch der Hiltruper Kulturbahnhof ist eine sehr schöne Örtlichkeit. Es ist toll, dass er nicht verfällt sondern durch die Kultur einen zweiten Frühling erlebt“, sagte Jankowsky.

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