Stadthalle Hiltrup: Verwaltung skizziert weiteres Vorgehen
Erstmals ist vom Neubau die Rede

Münster-Hiltrup -

Wenn es stimmt, was die Verwaltung jetzt zu Papier gebracht hat, dann hängt die Nutzung des großen Saals in der Stadthalle sprichwörtlich am seidenen Faden.

Freitag, 28.04.2017, 08:04 Uhr

Aus der Stadthalle soll eine Bürgerhalle werden. Neubau statt Sanierung, lautet die Perspektive, die die Stadtverwaltung erstmals für die Stadthalle Hiltrup aufzeigt.
Aus der Stadthalle soll eine Bürgerhalle werden. Neubau statt Sanierung, lautet die Perspektive, die die Stadtverwaltung erstmals für die Stadthalle Hiltrup aufzeigt. Foto: mlü

Denn sollte die Lüftungsanlage ausfallen, was unweigerlich eine teuere und aufwendige Reparatur nach sich ziehen würde, dann wäre womöglich von heute auf morgen Schluss mit der Nutzung der großen Saalfläche.

Die Botschaft ist eindeutig: Die Verwaltung will nicht Geld in das stark sanierungsbedürftige Gebäude aus den 1970er Jahren stecken. Sie befürwortet statt dessen erstmals ausdrücklich den Neubau einer Bürgerhalle auf dem Gelände der heutigen Stadthalle . Nur zu den Investitionskosten und zur Finanzierung angesichts der aktuellen Haushaltslage schweigt sie sich aus.

Die künftige Bürgerhalle soll aber mit einer Saalfläche von 700 Quadratmetern plus Bühne und Nebenräumen ausgestattet werden. Dieses entspricht den Wunschvorstellungen vieler Vereine und auch der Hiltruper CDU .

Entsprechend zufrieden zeigt sich Ratsherr Stefan Leschniok in einer ersten Reaktion: „Endlich geht es voran.“ Auch Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, der sich seit Jahren für einen Neubau stark macht, begrüßt diesen Ansatz: „Das ist eine interessante Grundlage, mit der wir künftig arbeiten können.“

Das nähere Konzept für die inhaltliche Ausrichtung der künftigen Bürgerhalle soll, sofern die politischen Gremien zustimmen, in „enger Einbindung des MCC Halle Münsterland“ erarbeitet werden. Geschäftsführerin Dr. Ursula Paschke, erklärte ihre Bereitschaft, „die Stadt Münster zu unterstützen“. Die Überlegungen ständen allerdings noch ganz am Anfang.

Bei den Planungen sollen zudem die Bedürfnisse der Schulen, insbesondere der Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup , Berücksichtigung finden. Deshalb stehen alle Überlegungen zum weiteren Vorgehen zur Stadthalle im Zusammenhang der Machbarkeitsstudie zur künftigen Erweiterung von Schulgebäuden. In der Stadthalle werden fünf Klassenräume von der Realschule genutzt. Die Machbarkeitsstudie soll klären, welche Räumlichkeiten die Realschule benötigt, wenn sie von 3,5 auf vier Züge erweitert wird.

Machbarkeitsstudie und Kostenschätzung für den Neubau sollen bis Ende des Jahres 2017 vorliegen. Die erste Beratung über das weitere Vorgehen erfolgt am 4. Mai in der Bezirksvertretung. Die Bezirksvertreter tagen bekanntlich in der Stadthalle – in einem Gebäudeteil, der ebenso wie der Trakt mit den Schulräumen auch auf absehbarere Zeit „mit vertretbarem Aufwand genutzt werden kann“, wie von der Verwaltung versichert wird. 

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