God‘s black sheeps:
Sie sind dann mal weg

Münster-Hiltrup -

Zum Finale traten der Gospelchor „God‘s black sheeps“ Hiltrup auf. Es war in mehrerer Hinweis ein denkwürdiges Konzert. Offen ist, ob es eine Neuauflage des Projektchores gibt.

Montag, 29.05.2017, 18:05 Uhr

Es könnte eines Tages weitergehen: dass Chorleiter Gerrit Tepe dies in Aussicht stellte, ließ die „Schafe“ applaudieren
Es könnte eines Tages weitergehen: dass Chorleiter Gerrit Tepe dies in Aussicht stellte, ließ die „Schafe“ applaudieren Foto: anh

Hiltrup mag seine „schwarzen Schafe“: Das Konzert der „God’s Black Sheep Münster“ war am Ende von deren diesjähriger Konzertreihe am Sonntag in der St.-Clemens-Kirche gut besucht. In mehrerlei Gestalt traten die 40 Sängerinnen und Sänger auf, ein Eindruck wird vorerst bleiben: dass sie weg sind, mindestens für eine Weile. Da hatten die Schafe zum schwarz-blauen Dress einmal schwarze Sonnenbrillen auf, dann verließen sie zum Erstaunen des „Leithammels“, Chorleiter Gerrit Tepe , den Altarraum und verschwanden – um dann wieder aufzutauchen: bunt gekleidet, mit Sprüchen auf den T-Shirts, die gebliebene Freude am Singen verraten. Eine Erklärung gab es dazu auch.

Erst einmal aber gab es ganz normal ein besonderes Konzert, diesmal unter dem Motto „Rock My Soul“, die chorintern demokratisch gewählten Lieblingsstücke der Kehlkopf-Instrumentalisten: „Go Tell it On The Mountain“, „Rock My Soul“, „He’s Got the Whole World“, „Masithi, Burden Down“, „Siya Hamb‘ Ekukha“  u. a. m. bis hin zum „ This Little Light of Mine“ mit Kerzenschein. Die diesjährige CD enthalte noch mehr als das Konzertprogramm.

Das reicht von der dezenten Ballade bis zum temporeichen, mitreißenden Schwung, umfasst ein Trio mit Mutter Marlies, Linus und Gerrit Tepe, auch ein Solo von Kerstin Sandmann .

Tepe bat seine sieben Stimmsprecher nach vorn, für einige Rosen: „Es passiert so viel im Hintergrund.“

Der Projektchor geht in eine Pause, denn das Ehepaar Sabine und Gerrit Tepe hat nun zwei Kinder.

Auf der schwarz-blauen Tracht hat Tepe immer bestanden, nun verwandelte sich seine Schafherde ins Bunte – und der überraschte Tepe zog sich das für ihn bestimmte rote Shirt über. Zur Zukunft interviewt von den Moderatoren Sandra Löffler und Harald Busse, sagte er: „Ich habe nie gesagt, dass wir mit dem Projekt ganz aufhören…“ – Applaus brandet auf bei den Bunten.

Eigentlich sollte es nur ein Einmal-Projekt sein, das vor zehn Jahren im Albachtener Haus der Begegnung begann. Ein ums andere Mal verlängerten sie, mit immer wieder wechselnder Besetzung. Etwa 250 Schafe fanden im Laufe der Dekade zusammen. Einige der Alt-Schafe stießen zum Finale am Sonntag zur Herde.

Zehn Jahre, 250 Singende, je zwölf Proben, 60 Kirchen, 14 Auftritte in der Saison 2016, von Senden über Rheine, Coesfeld, Burgsteinfurt und Olfen bis Hiltrup stehen in der Bilanz, und eine Menge CDs.

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