Zukunftswerkstatt stellt ihre Ergebnisse vor
Was Jugendliche wollen

Münster-Hiltrup -

Weniger volle Busse nach Schulschluss, einen Kiosk am Bahnhof Hiltrup und mehr Jugendpartys vor der Haustür. Das wünschen sich die Jugendlichen in Hiltrup laut den Ergebnissen einer Zukunftswerkstatt. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und die Bezirksverwaltung wollen die Anregungen aufgreifen.

Mittwoch, 12.07.2017, 07:07 Uhr

Was muss für Kinder und Jugendliche besser werden? Die Ergebnisse der zweiten Hiltruper Zukunftswerkstatt stellten Vertreter des Jugendrates gestern in der Bezirksverwaltung Hiltrup vor.
Was muss für Kinder und Jugendliche besser werden? Die Ergebnisse der zweiten Hiltruper Zukunftswerkstatt stellten Vertreter des Jugendrates gestern in der Bezirksverwaltung Hiltrup vor. Foto: mlü

42 Klassensprecher sowie Mitglieder des Jugendrates haben die Köpfe zusammengesteckt: Was muss für Kinder und Jugendliche in Hiltrup besser werden? Das Ergebnis aus dieser „Zukunftswerkstatt“ stellten sie jetzt Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt vor.

Eine Chance, die die Jugendlichen zu schätzen wussten: „Solche Treffen müssten eigentlich öfter stattfinden“, findet Lars Schlüter aus dem Jugendrat. Joachim Schmidt betonte, dass man ihn „fast jederzeit“ anrufen könne – er versprach die Anregungen der Jugendlichen direkt anzupacken und sie der Bezirksvertretung Hiltrup vorzustellen.

Überfüllte Busse: Sowohl die jüngeren als auch die älteren Schüler finden, dass die Busse zum Schulschluss viel zu voll sind. Die Buslinie 1 in Richtung Amelsbüren sei davon besonders betroffen.

Bezirksverwaltungsleiter Dieter Tüns will helfen, den Kontakt zu den Stadtwerken Münster herzustellen – lässt sich der Fahrplan zugunsten der Schüler entflechten? Die älteren Schüler wünschen sich außerdem eine bessere Busverbindung nach Rinkerode, zur Kanalinsel und zum Freibad sowie eine digitale Verspätungsanzeige am Hiltruper Bahnhof.

Einzelhandel: Die Hiltruper Kaufmannschaft ist stolz darauf, dass sich auf der Marktallee viele inhabergeführte Geschäfte gegen die globalen Ketten behaupten können. Viele Jugendliche wünschen sich offenbar das Gegenteil – sie sehnen sich nach einem urbanem Lebensgefühl und den großen angesagten Bekleidungsgeschäften und Fast-Food-Läden. Wer aus Rinkerode oder Drensteinfurt zur Schule pendelt, wünscht sich außerdem einen Kiosk am Bahnhof Hiltrup.

Partys: Der Jugendrat selbst veranstaltet keine Feten mehr, die Jugendparty „Abfahrt Süd“ ist wegen Erfolglosigkeit eingestellt worden. Doch der Bedarf ist da – die Jugendlichen wünschen sich Partys für unter und über 16-Jährige. Vielleicht können die Schülervertretungen gemeinsam mit Bernd Gaußelmann-Reinhardt vom Begegnungshaus 37 Grad etwas auf die Beine stellen. Aber wo soll die Party steigen?

Jugendtreffs: Das Problem ist immer der Lärm. „Das 37 Grad hat deswegen nur eine Betriebserlaubnis bis 21 Uhr“, so Gaußelmann-Reinhardt. „In zwei Jahren benötigt die Bahn das Stellwerk nicht mehr“, erklärte Schmidt. Könnte dort ein geeigneter Raum für Jugendliche entstehen?

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