Westfälische Landesmeisterschaften im Bogenschießen fanden in Hiltrup statt
Wettkampf in lockerer Atmosphäre

Münster-hiltrup -

Mittagszeit auf der Bogenschießanlage am Sonnenbergweg. Über zweihundert Würstchen, ebenso viele Schnitzel, dazu Brötchen und Kartoffelsalat bringen den Wettkampfsportlern neue Energie für die zweite Runde.

Sonntag, 23.07.2017, 00:07 Uhr

Die Landesmeisterschaften im Bogenschießen fanden in Hiltrup statt. Gastgeber der waren die Rovers Hiltrup.
Die Landesmeisterschaften im Bogenschießen fanden in Hiltrup statt. Gastgeber der waren die Rovers Hiltrup. Foto: hk

Erik Hohl , der erst vor einem Jahr zum Bogenschießsport fand, kam auch wegen des guten Essens, dessen Ruf bis nach Dorsten hallte. „Die Steaks sind einfach klasse“, sagt der Vereinsmeister seines Heimatvereins. Angefangen hatte er mit einem Blankbogen, der, wie der Name sagt, ohne Hilfsmittel gehandhabt wird. Zu den Westfälischen Landesmeisterschaften kam er mit einem Hoyt-Bogen, die passenden Verformer hatte er sich ausgeliehen. Ein einziger kostet über 400 Euro. In einer lockeren Gruppe über den Parcours mit 24 Zielen zu gehen, mache ihm Spaß. „Eine lockere Atmosphäre herrscht hier.“

Es ist die erste 3 D-Landesmeisterschaft, die vom Deutschen Schützenbund anerkannt worden ist, und nun von den Rovers Hiltrup ausgetragen wurde. Hier wird nicht auf Scheiben in einer Distanz von acht bis 45 Metern geschossen, sondern auf 3D-Tiermotive, wie Biber, Bisamratte, Wolf oder Fasan.

„Es ist nicht jedermanns Sache, auf Tiermotive zu schießen“, sagte die Vorsitzende Monika Jöcker , die auch Gründungsmitglied des seit 1985 bestehenden Bogensportvereins ist. Sie ist mittlerweile für das „Drumherum“ verantwortlich und hat noch viele Pläne, die Rovers voran zu bringen. Ein Bogensportleistungszentrum auf der benachbarten Sportanlage, die zum ESV gehört, wäre ihr Traum. Vielleicht zeichnen sich schon Vorboten ab, wenn die Austragung der Deutschen Meisterschaften im September abgesegnet wird.

Viele erfolgreiche Bogensportler hat die Vereinschronik vorzuweisen. Der mehrmalige Deutsche Meister Robert Golomb ist mit 82 Jahren mittlerweile einer der Veteranen. Er gehörte am Wochenende mit zum Organisationsteam mit Vereinskollege James Martin, dem zweitältesten der Rovers mit 78 Jahren. Sie kontrollierten gemeinsam die Trefferquoten-Protokolle, die während des Rundparcours aufgezeichnet wurden.

Martina Boscher kehrte vergangenes Wochenende als Deutsche Meisterin im Blankbogenschießen aus dem Harzer Hohegeiß zurück. Justus Jonas Driese ist amtierender Deutscher Meister der Schülerklasse.

Gefallen hatten den über 124 Teilnehmern der Landesmeisterschaft die beiden Parcourskomplexe. Besonders der Lechtenberg mit seinem alten Eichenbestand hatte es ihnen angetan. Tom Fischer vom Hof Heitmann stellt sein Gelände dankenswerter Weise für die Bogensportler zu den jeweiligen Landesmeisterschaften zur Verfügung. Auch der Sonnenberg, den die Rovers seit 1992 von der Stadt gepachtet haben, hat sich inzwischen zu einem echten Kleinod entwickelt.

 

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