Zehn Jahre Stadtteiloffensive
Gänsehaut und Abenteuer

Münster-Hiltrup -

Die Stadtteiloffensive Hiltrup feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Wie hat damals alles angefangen? Und welche Erlebnisse bescheren den Akteuren noch heute eine Gänsehaut?

Mittwoch, 17.01.2018, 19:01 Uhr

Zahllose Ehrenamtliche sind aktiv in der Stadtteiloffensive. Alleine im Kulturbahnhof helfen 56 Hiltruper in ihrer Freizeit mit. Dafür wurde dem Verein 2016 der Bürgerpreis in Gold verliehen. Weitere Projekte sind der Infopunkt, die neue Weihnachtsbeleuchtung, die Kulturbühne und noch vieles mehr.
Zahllose Ehrenamtliche sind aktiv in der Stadtteiloffensive. Alleine im Kulturbahnhof helfen 56 Hiltruper in ihrer Freizeit mit. Dafür wurde dem Verein 2016 der Bürgerpreis in Gold verliehen. Weitere Projekte sind der Infopunkt, die neue Weihnachtsbeleuchtung, die Kulturbühne und noch vieles mehr.

„Wenn ich an diese Geschichte zurückdenke, bekomme ich noch heute Tränen in den Augen“, warnt Karl Franke. Zusammen mit Jan Kaven und Linus Weistropp berichten die drei Vorstandsmitglieder stellvertretend für die zahlreichen aktive Ehrenamtlichen und Mitglieder aus der mittlerweile zehnjährigen Geschichte der Stadtteiloffensive Hiltrup. Aber zurück zur Gänsehaut-Geschichte.

Rückblende – das Jahr 2013. Der Hiltruper Bahnhof war stand leer, doch die Stadtteiloffensive wollte mit ihrem Konzept eines Kulturbahnhofs neues Leben in die Beinahe-Ruine bringen. Doch vier Stunden vor Ablauf der selbst gesetzten Frist, fehlten immer noch 9000 Euro Startkapital. „Dann rief uns jemand an, wollte wissen, wie viel Geld noch fehlt – und spendete es.“ Der Rest ist Geschichte. Der Kulturbahnhof brummt – das damals gesammelte Start- und Risikokapital musste bislang nicht einmal angefasst werden. Es bleibt in der ehernen Reserve und könnte dem Kulturbahnhof in schlechten Zeiten bis zu drei Jahre lang das Überleben sichern.

„Wir sind jetzt in der ersten Verlängerung des Mietvertrages für den Bahnhof, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das öfter als nur zweimal verlängern lässt“, blickt Jan Kaven in die Zukunft.

Infopunkt, Kulturbühne, Ortseingangsschilder, Bücherschränke, offenes W-Lan und bemalte Stromkästen auf der Marktallee, die neue Weihnachtsbeleuchtung, Nachbarschaftsaktionen, Ausstellungen – die Liste der Projekte ist endlos. Angefangen hat alles mit einem Preisgeld von einem Marketingwettbewerb der Stadt Münster. Es war die Geburtsstunde des Infopunktes und „ein Abenteuer, in das wir hineingeworfen wurden“, so Kaven. Ein Jahr später, 2008, wurde die Stadtteiloffensive als Dachorganisation gegründet. 2016 wurde dem Verein der Bürgerpreis in Gold verliehen – hat die Stadtteiloffensive schon alles erreicht? „Der Preis ist für uns Ansporn, nicht Schlussstein“, betont Weistropp. Neue Projekte stehen in den Startlöchern.

Die Stadtteiloffensive Hiltrup wird zehn Jahre alt, aber kein bisschen leiser. Auch im Jubiläumsjahr gehen viele neue Projekte an den Start. Geplant ist zum Beispiel die Anschaffung eines Lastenfahrrads, das jedem zur Verfügung stehen soll. Bike-Sharing ist das Stichwort – „Hiltrud“ soll das Fahrrad in Anlehnung an den Stadtteil Hiltrup getauft werden. Wenn möglich soll es auch zum Transport von Rollstuhlfahrern geeignet sein.

„Mein Lied für Hiltrup“ ist ein Liederwettbewerb zum zehnjährigen Bestehen des Vereins am 29. September. Außerdem startet der Verein einen Weltrekordversuch beim 2. Hiltruper Kindermalfest. Das längste Kreidebild soll auf der Marktallee entstehen. Angemeldet ist der Rekordversuch ganz offiziell für den 18. August.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5433388?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F138%2F
Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Polizei ermittelt nach Leichenfund: Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Nachrichten-Ticker