Orkan Friederike
Wie eine Furie über den Schulhof

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Zwischen Hiltrup und Amelsbüren legten mehrere umgefallene Bäume den Verkehr lahm. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Auch an den Schulen war einiges los.

Donnerstag, 18.01.2018, 16:01 Uhr

Ein Bild der Verwüstung: Zum Glück hatte das Kardinal-von-Galen-Gymnasium seine Schüler bereits nach Hause geschickt, bevor der Orkan „Friederike“ auf dem Schulhof den labilen Bauzaun aus Holz in seine Bestandteile zerlegte.
Ein Bild der Verwüstung: Zum Glück hatte das Kardinal-von-Galen-Gymnasium seine Schüler bereits nach Hause geschickt, bevor der Orkan „Friederike“ auf dem Schulhof den labilen Bauzaun aus Holz in seine Bestandteile zerlegte. Foto: gro

Zwischen Hiltrup und Amelsbüren legten am Donnerstagvormittag gleich mehrere umgefallene Bäume den Verkehr lahm. Auf der Amelsbürener Straße und auf der Westfalenstraße in Richtung Rinkerode fielen mehrere Bäume auf die Straßen. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. „Wir sind überall aktiv. Kreuz und quer im Stadtgebiet“, sagte der Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr in Hiltrup, Bernd Oldach.

An der Marktallee bestanden die roten-gelben Wimpelketten den Härtetest. Die Bushaltestelle Schulzentrum wurde zeitweise von Polizeikräften abgesichert, weil Äste auf den Gehweg zu fallen drohten. Auch Ampeln fielen aus.

Bilder einer wüsten Zerstörung gab es am Kardinal-von-Galen-Gymnasium. Wie eine Furie über den Schulhof jagend, hat „Friederike“ mit dem Bauzaun kurzen Prozess gemacht. Der Zaun wurde in seine Bestandteile zerlegt. Es war bereits das zweite Mal, dass er einem Sturm nicht standhielt.

Vorsorglich hatte das KvG-Gymnasium die Schüler nach der zweiten Unterrichtsstunde nach Hause geschickt. Anders verfuhren zunächst die Schulen des benachbarten Schulzentrums. Der Schulbetrieb wurde bewusst nicht eingestellt.

Als am späten Vormittag die Züge nicht mehr verkehrten, sah sich die Leiterin des Kant-Gymnasiums Barbara Schankin in dieser Linie bestätigt: „Knapp ein Drittel unserer Schüler kommen aus Rinkerode oder Dreinsteinfurt. Es ist besser, alle verbleiben in der Schule als dass sie zum Bahnhof geschickt würden und sie kämen nicht nach Hause.“ Die Hauptschule entschied kurzfristig, vorzeitig den Unterricht zu beenden – „bevor wir die Kinder in den Sturm schicken“, wie die stellvertretende Schulleiterin Carmen Greefrath sagte.

An den Grundschulen konnten die Kinder ab der vierten Stunde abgeholt werden. „Kein Kind geht heute ohne Erwachsenenbegleitung nach Hause“, gab Gerd Krützmann, Leiter der Ludgerusschule, als Parole aus.

Als der Spuk am frühen Nachmittag vorbei war, war eines entscheidend: Dass alle wohlbehalten zu Hause ankamen.

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