Neue Nutzung
Das Haus von 1895 bleibt

Münster-Hiltrup -

Es gibt nicht viele Häuser in Hiltrup, die vor dem Jahr 1900 errichtet wurden. Eines davon steht an der Westfalenstraße neben der Bäckerei Klostermann und gegenüber der Eisdiele La Perla.

Samstag, 10.02.2018, 13:02 Uhr

Sein markanter Giebel macht das Haus an der Westfalenstraße 141 unverwechselbar. Das 1895 errichtete Haus wird im Sommer neuer Standort des Verbundes sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE).
Sein markanter Giebel macht das Haus an der Westfalenstraße 141 unverwechselbar. Das 1895 errichtete Haus wird im Sommer neuer Standort des Verbundes sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE). Foto: gro

Es gibt nicht viele Häuser in Hiltrup, die vor dem Jahr 1900 errichtet wurden. Eines davon steht an der Westfalenstraße neben der Bäckerei Klostermann und gegenüber der Eisdiele La Perla. Es stammt aus dem Jahr 1895. Das Entstehungsjahr ist an der Giebelspitze ablesbar. Das Gebäude nahe der alten Kirche ist ein Stein erbauter Beleg des neuen Selbstbewusstseins der Jahrhundertwende, als Hiltrup städtisch wurde.

Mittlerweile haben die Renovierungsarbeiten begonnen. Das hat durchaus für Überraschung gesorgt. Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als wären die Tage des Gebäudes gezählt, in dem früher einmal die Bäckerei Elbers existierte.

Für einen Neubau stand ein Investor bereits parat. Doch der Eigentümer gab nicht ihm den Zuschlag, sondern dem VSE, der signalisierte, das Gebäude erhalten zu wollen. „Das fand der Eigentümer sehr sympathisch“, erzählt Sabine Burkhardt , Mitarbeiterin der Beratungsstelle des Verbunds sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE).

Bereits vor einem Jahr erwarb der VSE die Immobilie, um auch in Zukunft in Hiltrup vor Ort sein zu können. Ansässig ist er seit 20 Jahren in Hiltrup. Seinen Standort hat er bislang in einem Gebäude am Klosterwald 1, das in absehbarer Zeit abgerissen werden soll. „Wir sind bereits regelrecht umzingelt“, sagt Sabine Burkhardt mit Blick auf die Neubauten an der Marktallee sowie Am Klosterwald, die in jüngster Zeit entstanden sind und deutlich größer ausfallen als ihre Vorgängerbauten.

Im Sommer soll nun der Umzug erfolgen, kündigt sie an, nachdem es einige Monate des Vorlaufs erforderte, ehe die Sanierung starten konnte. Eine Nutzfläche von 185 Quadratmetern steht dort zur Verfügung. Das Grundstück ist sogar annähernd 1000 Quadratmeter groß. Die Anzahl der derzeit sechs Mitarbeiter soll am neuen Standort allerdings nicht nennenswert aufgestockt werden.

Die Jugendhilfeeinheit ist Anlaufpunkt unter anderem für die aufsuchende Jugendsozialarbeit. Wichtig ist dem VSE, dass er am Standort endlich zwei Appartements für Jugendliche und junge Erwachsene vorhalten kann. Dafür gab es am bisherigen Standort keinen Platz. In Hiltrup betreut der VSE insgesamt zehn junge Menschen in stationären dezentralen Einzelwohnungen. Sie lernen, eigenständig einen Haushalt zu führen.

Eine weitere kleine optische Veränderung für das Gebäude an der Westfalenstraße 141 wird im Zuge der Umbauarbeiten erfolgen. Die Fassade wird, ähnlich wie die VSE-Zentrale an der Rudolfstraße in Münster, einen pastellgrünen Farbton erhalten. Das harmoniere besser mit der Farbe des VSE-Logos, erläutert Sabine Burkhard.

Angeglichen wurde bereits die Größe der beiden Fenster rechts und links des Eingangs. Das einstmals tiefe Schaufenster wurde sichtbar verkleinert.

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