Pegelstände Hiltruper See
CDU kritisiert die Verwaltung

Münster-Hiltrup -

Uunzufrieden zeigt sich Ratsmitglied Stefan Leschniok (CDU) mit der Antwort der Verwaltung zu den niedrigen Pegelständen am Hiltruper See. Die Verwaltung mache sich die Sache sehr einfach. Der Politiker hat eine Anregung parat, aus dem Kleinklein herauszukommen.

Samstag, 03.03.2018, 11:03 Uhr

Zu den gesunkenen Pegelständen am Hiltruper See (hier ein Archivbild aus dem Herbst 2017) hat sich nun die Verwaltung geäußert. Sie versucht zu beschwichtigen.
Zu den gesunkenen Pegelständen am Hiltruper See (hier ein Archivbild aus dem Herbst 2017) hat sich nun die Verwaltung geäußert. Sie versucht zu beschwichtigen. Foto: gro

Ausgesprochen unzufrieden zeigt sich Ratsmitglied Stefan Leschniok mit der Antwort der Verwaltung zu den niedrigen Pegelständen am Hiltruper See. Die Verwaltung mache sich die Sache sehr einfach, wenn sie lediglich darauf verweise, dass es auch in der Vergangenheit immer wieder niedrige Wasserstände gegeben habe.

Der CDU-Politiker regt an, eine Bürgerversammlung zum Hiltruper See einzuberufen, „in der sämtliche Themenfelder, wie zum Beispiel Sauberkeit und Ordnung, die Stärkung des Naturschutzes und die Verbesserung der Wasserqualität sowie die Erhöhung des Wasserstandes, behandelt werden“. Ansonsten komme man „über Kleinklein nicht hinaus“.

Auf Antrag der FDP war die Verwaltung den Ursachen des gesunkenen Wasserstandes nachgegangen. „Der Hiltruper See wird stärker von klimatischen Faktoren als von der Wasserentnahme beeinflusst“, heißt es in dem Schreiben der Wasserbehörde. Einer Zuleitung aus dem Dortmund-Ems-Kanal, wie von der FDP angeregt, steht die Verwaltung skeptisch gegenüber. Allein die Stromkosten für die Wasserpumpe werden mit jährlich 65 000 Euro beziffert.

Zu ausgesprochener Gelassenheit rät die Verwaltung bei der Betrachtung der Pegelstände. Der See und seine Umgebung hätten bereits häufiger „Zeiten mit niedrigen Wasserständen erlebt und überwunden“. Im Winterhalbjahr 2016/17 habe es nur sehr wenig Regen gegeben. Die Pegelstände seien daher von Sommer 2016 bis Ende 2017 „kontinuierlich auf einen zwischenzeitlichen Tiefstand von 53,73 ü. N.N. gefallen“. Aktuell seien wieder 30 Zentimeter hinzugekommen.

Die Wasserförderung in der Hohen Ward ist aus Sicht der Verwaltung nicht für die gesunkenen Pegelstände verantwortlich. Steigende Fördermengen würden „grundsätzlich mit einer erhöhten Grundwasserinfiltration kompensiert“. Dieses Konzept ermögliche „eine höhere Gesamtfördermenge, ohne die Auswirkungen auf den Grundwasserstand zu verstärken“, schreibt die Wasserbehörde.

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