Vielfalt an Materialien
Streichinstrument aus Buchseiten

Münster-Hiltrup -

Künstlergruppe „TUN Arbeitskreis Kunst 83“ stellt im Kulturbahnhof aus.

Dienstag, 22.05.2018, 08:00 Uhr

„TUN“ zeigt Vielfalt zum Thema „Drucksachen“: (v.l.) Monika Sebastian, Elisabeth Schliemann, Ruth Neumann, Christa Rothert, Jutta Denninger, Brigitta Meeßen, Rike Weßling und Wilhelm Vaut.
„TUN“ zeigt Vielfalt zum Thema „Drucksachen“: (v.l.) Monika Sebastian, Elisabeth Schliemann, Ruth Neumann, Christa Rothert, Jutta Denninger, Brigitta Meeßen, Rike Weßling und Wilhelm Vaut. Foto: anh

Das profane Wort „Drucksachen“ ist Titel der neuen Ausstellung im Kulturbahnhof Hiltrup. Am Pfingstmontag eröffnete sie bei einer gut besuchten Vernissage der Künstlergruppe „TUN Arbeitskreis Kunst 83“.

Diese „Drucksachen“ sind Kunst, das Drucken eine der zur Vergegenständlichung genutzten Ideen. „Je tiefer wir einstiegen“, berichtete Monika Katschmarek aus der Vorbereitung, „umso mehr sprudelten die Ideen. „Und wir wollten am liebsten gar nicht mehr aufhören.“

Die Motive der Gruppen-Ausstellung reichen vom Gegenständlichen bis zum Abstrakten. So zeigt Elisabeth Schliemann das Gesicht einer jungen Frau mit Hut und deutet ihren Gemütszustand: „Bedrückt“. Aber auch ein stark abstrakt-reduziertes Glasdruck-Werk zielt auf Ähnliches: „Behütet“ von Monika Katschmarek.

Vielfältig sind auch die Materialien, die sich hier verbunden und teils bedruckt sehen: Aus Buchseiten entstand eine Plastik mit Streichinstrumenten-Corpus, dort kommt Acryl ins Spiel, da Seide als Material eines Siebs für Serigraphien.

Zwei der Künstlerinnen wohnen in Hiltrup, die anderen „sind über Münster verstreut“. 14 gehören zu dem 1983 gegründeten Kreis. Dieses Mal beteiligten sich Rike Weßling, Monika Katschmarek, die Sprecherin des Kreises, Elisabeth Schliemann, Monika Sebastian, Wilhelm Vaut, Ruth Neumann, Brigitta Meeßen, Christa Rothert und Jutta Denninger.

Katschmarek hatte den Kulturbahnhof Hiltrup bei einer Ausstellung von Weßling kennengelernt. Ihr habe der Raum gleich gefallen, auch, weil sich hier „viele Möglichkeiten ergeben“. Zuvor hatte „TUN“ 2017 im Hiltruper Museum ausgestellt, zum Thema „Paare“.

Da traf es sich gut, dass Mariele Landsmann bei der Begrüßung an den Werdegang des Kulturbahnhofs erinnerte: Eigentlich dem Abriss geweiht, dann von einem Privatmann renoviert und seit 2014 von der Hiltruper Stadtteil Offensive betrieben.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni zu sehen.

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