Westfalenstraße
Noch eine Ampel

Münster-Hiltrup -

Die Westfalenstraße soll ihre nächste Ampelanlage erhalten. In Höhe des Knotenpunktes Hummelbrink soll eine Vollsignalanlage errichtet werden. Aus Sicht der Verkehrsplaner gibt es mehrere Gründe dafür.

Mittwoch, 06.06.2018, 09:30 Uhr

Die Unfallstatistik weist neben dem tödlichen Unfall vom Oktober 2017 fünf weitere Verkehrsunfälle in den Jahren 2015 bis 2017 aus. Die Unfallhäufigkeit auf der Westfalenstraße ist ein Grund für den Vorschlag für eine Vollsignalanlage.
Die Unfallstatistik weist neben dem tödlichen Unfall vom Oktober 2017 fünf weitere Verkehrsunfälle in den Jahren 2015 bis 2017 aus. Die Unfallhäufigkeit auf der Westfalenstraße ist ein Grund für den Vorschlag für eine Vollsignalanlage. Foto: gro

Die Westfalenstraße soll ihre nächste Ampelanlage erhalten. Die Bezirksvertretung Hiltrup wird am Donnerstag darüber beraten, ob in Höhe des Knotenpunktes Hummelbrink eine Vollsignalanlage errichtet wird. Ein Grund ist das künftige Baugebiet auf dem ehemaligen Eschweiler-Areal. Aber auch die Häufigkeit von Verkehrsunfällen mit Personenschaden hatte die Planer nachdenklich gemacht.

Im Oktober 2017 hatte sich im Kreuzungsbereich ein tödlicher Unfall ereignet. Ein Fußgänger hatte vom Lidl-Markt kommend die Westfalenstraßen überqueren wollen. Ein Fahrzeug, das vom Hummelbrink links in die Westfalenstraße einbog, erfasste den Mann. Er starb später an den Folgen des Unfalls. Es war nicht der einzige Unfall in diesem Bereich. Die Unfallstatistik weist in den Jahren 2015 bis 2017 fünf weitere Verkehrsunfälle mit Personenschaden aus. Dabei wurden elf Personen verletzt.

Ein Baugebiet mit 180 Wohneinheiten, einer neuen Kita und die Erweiterung des bestehenden Lidl-Marktes werden in Zukunft für höhere Verkehrsbelastungen sorgen Auch das ist aus Sicht der Verwaltung ein Grund für die Ampelanlage. Derzeit sind es täglich 13 800 Kraftfahrzeuge, die in diesem Bereich gezählt werden.

Neben einer Ampelanlage will die Verwaltung zwei Linksabbiegerspuren auf der Westfalenstraße schaffen. Separate Linksabbiegerspuren sollen dazu dienen, fließenden Geradeausverkehr auf der Westfalenstraße nicht zu behindern.

Um dafür Platz zu schaffen, müssen einige der knapp bemessenen Stellplätze weichen. Der Parkstreifen vor dem Ärztehaus wird verkürzt. Auf der östlichen Fahrbahnseite entfallen beiderseits des Einmündungsbereichs Hummelsbrinks jeweils ein Stellplatz. In der Summe dürfen etwa fünf bis sechs Stellplätze wegfallen.

Dennoch bleibt der zur Verfügung stehende Platz begrenzt. Der Straßenquerschnitt erlaubt lediglich Linksabbiegerspuren in einer Breite von drei Metern. Für linksabbiegende Radfahrer von der Westfalenstraße werden Aufstellflächen markiert, wie es sie es an der Westfalenstraße beispielsweise bereits im Kreuzungsbereich Marktallee gibt.

Nach heutigem Stand soll die Baumaßnahme im Sommer 2019 erfolgen. Durch den Umbau entstehen Kosten von 570 000 Euro. Zieht man die Fördergelder in die Berechnung ein, bleiben für die Stadt Kosten in Höhe von 370 000 Euro. Eine kostengünstigere Planungsalternative sieht lediglich die Schaffung von zwei Fußgängerquerungen vor. Auf separate Linksabbiegerspuren auf der Westfalenstraße würde verzichtet. Die Kosten lägen bei 240 000 Euro.

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