Schulzentrum Hiltrup
Schulen plädieren für Videoüberwachung

Münster-Hiltrup -

Die jüngsten Einbrüche in verschiedene Schulen des Hiltruper Schulzentrums haben die Diskussion über die Notwendigkeit einer Videoüberwachung wieder neu entfacht.

Montag, 25.06.2018, 20:30 Uhr
Schulzentrum Hiltrup: Schulen plädieren für Videoüberwachung
(Archivbild) Foto: Frank Klausmeyer

Wie sehr ist die Situation am Schulzentrum außer Kon­trolle geraten? Nachts scheint das Schulzentrum zum Eldorado für Einbrecher geworden zu sein. „Man freut sich, wenn es keinen Vandalismus gibt“, sagt die Schulleiterin des Kant-Gymnasium, Barbara Schankin .

Wenn nachts eingebrochen wurde, stellen sich zuerst diese drei Fragen: „Wo sind sie gewesen? Was ist kaputt? Was haben sie geklaut?“ Es gibt mittlerweile Alarmanlagen an den Schulen des Schulzentrums und vereinzelt auch eine Video-Überwachung wie am Kant-Gymnasium. Davon abgehalten wurden die Einbrecher bislang nicht.

Das Problem aus Sicht der Schulen: Überwachungskameras dürfen bislang nur innerhalb des Gebäudes installiert werden. Sie liefern Bilder, die nur einen ungefähren Eindruck von den Einbrechern vermitteln. Es sind demnach junge Erwachsene. Immer wieder sind es verschiedene Personen, sagt die Schule. Weil sie Schirmmützen tragen, seien ihre Gesichter so gut wie nie zu erkennen.

Problem: personelle Ressourcen 

Die Schulen fordern seit Jahren Videoüberwachung auch auf dem Schulhof. Die Stadt hat sich bislang nicht dazu durchringen können.

Hinzu kommt, dass Polizei wie auch das Ordnungsamt offenbar über keine personellen Ressourcen verfügen, um häufiger nach dem Rechten zu schauen. Die Streetworker und Sozialarbeiter im Stadtbezirk verweisen derweil darauf, um 17 Uhr Feierabend zu haben. Die Kant-Schulleitung fragt sich mittlerweile: „Wen kann man noch ansprechen?“

Seit Jahren tagt ein Arbeitskreis am Schulzen­trum. Vertreten sind neben den Schulleitungen (Kant und KvG, Hauptschule und Realschule), der Polizei, dem Ordnungsamt und den Streetworkern auch die zuständigen Fachämter der Verwaltung. Lob gibt es von den betroffenen Schulen primär für Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und Dieter Tüns, den Leiter der Bezirksverwaltung: „Die klemmen sich dahinter.“ Sie haben sich auch dafür stark gemacht, dass Alarmanlagen installiert wurden. Wenn die Bezirksvertretung keinen Zuschuss gegeben hätte, gäbe es die Alarmanlagen vermutlich bis heute nicht.

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