Um 9.15 Uhr kam die Polizei
Partygäste werfen Möbel durch die Fenster

Münster-Hiltrup -

Zu einer Party in einem Wohnheim an der Westfalenstraße wurde die Polizei am Samstag um 9.15 Uhr gerufen. Die Gäste begannen, Möbel aus dem Fenster zu werfen.

Donnerstag, 06.09.2018, 10:04 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 03.09.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 10:04 Uhr
In einem ehemaligen Klostergebäude ist das Wohnheim „Hiltruper Wohnpark“ untergebracht.
In einem ehemaligen Klostergebäude ist das Wohnheim „Hiltruper Wohnpark“ untergebracht. Foto: gro

Selbst die schönste Party findet bekanntlich einmal ein Ende. In einem Wohnheim an der Westfalenstraße schien am Samstag diese alte Regel nicht zu gelten.

Um 9 Uhr am frühen Morgen wurde noch fröhlich weitergezecht, als gäbe es keinen Morgen. Endgültig aus dem Ruder lief die Party, als die ersten Möbelstücke aus dem Fenster auf die Straße flogen. Da wurde es den Nachbarn in dem Wohnheim im alten Pater-Kloster zu bunt. Sie riefen die Polizei.

Andere Hiltruper, die an der Westfalenstraße frische Brötchen beim Bäcker holten oder ihren großen Samstagseinkauf im Lebensmittelmarkt erledigten, rieben sich verwundert die Augen. Mehrere Streifenwagen der Polizei standen bereits vor dem alten Klostergebäude. Es wurde weitere Verstärkung angefordert. Am Ende waren die Besatzungen von fünf Streifenwagen im Einsatz.

Bei dem Versuch, die Party aufzulösen, stellte die Polizei „eine ausgesprochen aggressive Grundstimmung“ fest, wie eine Sprecherin im Gespräch mit unserer Zeitung hervorhob. Den Platzverweisen, die die Beamten gegen vier Partygäste aussprachen, wurde nur bedingt Folge geleistet. Ein Mann wurde in Gewahrsam genommen.

Der „Hiltruper Wohnpark“ am Roten Berge in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulzentrums mit den beiden Gymnasien, der Real- sowie Hauptschule sorgt immer wieder Gerede. Im vergangenen Jahr gingen Bewohner mehrfach an die Öffentlichkeit, weil sich aus ihrer Sicht unhaltbare Zustände in dem Hiltruper Wohnpark breit gemacht hätten. Sie berichteten von Diebstählen sowie Drogenkonsum. Manche sprachen von einem „Drogenumschlagsplatz“, was die Polizei allerdings nicht bestätigte.

Nach Polizeiangaben war bei der aufgelösten Privat-Party am Samstagmorgen ausschließlich Alkohol im Spiel.

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