Wirtschaftsverbund sagt finanzielle Unterstützung zu
Klares Votum für den Citymanager

Münster-Hiltrup -

Nach der Stadtteiloffensive sprach sich am Montagabend der Wirtschaftsverbund dafür aus, mit jährlich 10 000 Euro die Schaffung einer hauptamtlichen Stelle für das Städtemarketing zu unterstützen.

Donnerstag, 06.09.2018, 10:04 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.09.2018, 11:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 10:04 Uhr
Der neue Vorstande des Wirtschaftsverbundes Hiltrup: v.l. Heiko Golbs, Angelika Schmuck, Henrick Scheller, Oliver Ahlers, Philipp Büning sowie der Ehrevorsitzende Günter Zimmermann.
Der neue Vorstande des Wirtschaftsverbundes Hiltrup: v.l. Heiko Golbs, Angelika Schmuck, Henrick Scheller, Oliver Ahlers, Philipp Büning sowie der Ehrevorsitzende Günter Zimmermann. Foto: Grottendieck

Hiltrup wird einen City- oder Stadtteilmanager bekommen. Nach der Stadtteiloffensive sprach sich am Montagabend der Wirtschaftsverbund dafür aus, mit jährlich 10 000 Euro die Schaffung einer hauptamtlichen Stelle für das Städtemarketing zu unterstützen. Nach zeitweise kontroverser Debatte fiel die Abstimmung klar und deutlich aus. Bei mehr als 30 anwesenden Gewerbetreibenden gab es lediglich zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

Als das Votum vorlag, sagte der Ehrenvorsitzende Günter Zimmermann erleichtert: „Gut, dass wir so ein deutliches Abstimmungsergebnis bekommen haben.“ Zuvor hatten insbesondere Dieter Tüns, der Leiter der Bezirksverwaltung, sowie Michael Radau für ein hauptamtliches Städtemarketing in Hiltrup geworben.

Dieter Tüns erläuterte die Möglichkeiten, die nach einem Angebot der Stadt Münster ergeben. Demnach wird die Stadt vorbehaltlich eines entsprechenden Ratsbeschlusses eine halbe Stelle in Hiltrup zu 50 Prozent finanzieren. In Zahlen heißt das: Die Stadt wird in den kommenden drei Jahren jährlich 20 000 Euro zur Verfügung stellen. Tüns versicherte, das Vorhaben werde von allen maßgeblichen Kräften mitgetragen: „Alle Signale sind positiv.“

Michael Radau konkretisierte, dass mit Linus Weistropp ein entsprechender Vertrag auf Honorarbasis geschlossen werde solle. Radau lobte Weistropp für dessen außerordentliches Engagement in den vergangenen zwei Jahren. Er sei sich sicher, dass er das realisieren werde, „was Hiltrup jetzt benötigt“.

Es gehe darum, das vorhandene Niveau an Aktivitäten und Angeboten zumindest zu erhalten. Aus anderen Orten und Stadtteilen sei längst bekannt, dass es ansonsten „spiralmäßig sehr schnell nach unten gehen kann“. Man müsse Hiltrup so attraktiv wie möglich halten.

Arbeitsschwerpunkte des Stadtteilmanagers sind nach Auffassung von Linus Weistropp die Koordination innerhalb des Stadtteils, das nähere Heranrücken Hiltrups an Münster und die bessere Nutzung finanzieller Fördermöglichkeiten durch Land und Bund. Weistropp ist seit Neustem mit halber Stelle für die Initiative Starke Innenstadt (ISI) in Münster tätig (WN, 1.9.). Als Stadtteilmanager würde er zum 1. Januar 2019 starten.

Detailfragen, wie der Wirtschaftsverbund die 10 000 Euro aufbringen werden, werden auf der nächsten Mitgliederversammlung entschieden. Der neue fünfköpfige Vorstand um Olivers Ahlers wird bis November Vorschläge erarbeiten. Die Finanzierung könnte über eine Umlage oder durch die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages erfolgen.

Kritiker befürchteten, neue, weitere Kosten könnten Mitglieder dazu bewegen, aus dem Verein auszutreten. Andere forderten, die größeren Unternehmen im Ort stärker in die Verantwortung zu nehmen und kleinere Mitgliedsbetriebe finanziell zu schonen.

Nach derzeitigen Berechnungen kommen auf jedes Vereinsmitglied Mehrkosten von 100 Euro pro zu. Derzeit zählt der Wirtschaftsverbund 107 Mitglieder.

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