Grüne zur Prinzbrücke
Zurück ins Jahr von 2014

Münster-Hiltrup -

Für den Neubau der Prinzbrücke muss eine Ausgleichsfläche her. Ein neuer Vorschlag der Grünen läuft auf den Stand aus dem Jahre 2014 hinaus.

Donnerstag, 06.09.2018, 10:50 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 10:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 06.09.2018, 10:50 Uhr
CDU und SPD müssten bei der Neuplanung der Prinzbrücke über ihren Schatten springen, meinen die Grünen.
CDU und SPD müssten bei der Neuplanung der Prinzbrücke über ihren Schatten springen, meinen die Grünen. Foto: gro

Für den Neubau der Prinzbrücke muss eine geeignete Ausgleichsfläche her. Schließlich sieht die Planung den Bau einer neuen Auffahrt zum Osttor durch ein bestehendes Wäldchen vor.

Die Suche war bereits abgeschlossen, bis vor Kurzem neue Probleme aufgetauchten. Es muss noch einmal neu Ausschau gehalten werden nach einer geeigneten Ausgleichsfläche.

Jetzt treten die Grünen mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit, der aus ihrer Sicht diese Probleme auf einen Schlag lösen würde. Mirko Hajek von den Hiltruper Grünen meint: Dafür müssten CDU und SPD nur „über ihren Schatten springen“.

Carsten Peters macht‘s konkret: „Wir befürworten weiterhin die alternative Planungsvariante, die einen vollwertigen Brückenersatz durch Neubau ohne zusätzliche Straßenrampen vorsieht.“ Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens sei dieser Vorschlag als „ökologisch sinnvollste Variante“ bewertet und überdies vom Rat 2014 auch beschlossen worden.

Mit anderen Worten: Beim Planungsstand der Prinzbrücke wünschen sich die Grünen, dass alles wieder auf den Stand von 2014 zurückgesetzt wird.

Etwas ganz Entscheidendes lässt Peters unerwähnt. Er sagt nicht, dass der Rat knapp zwei Jahre später seinen eigenen Beschluss wieder zurückgenommen und korrigiert hat. Eine breite Mehrheit, darunter CDU, SPD und FDP, stimmte für die Planungsvariante mit dem Auffahrts­ohr zum Osttor.

Gründe der Verkehrssicherheit gaben den Ausschlag. Wenn die Lastwagen das Auffahrts­ohr nutzten und die vielen Schüler die künftige Rad- und Gehwegbrücke, würde ein bis heute bestehender, gefährlicher Verkehrskonflikt entzerrt.

Stefan Weber, der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, machte im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, dass er keine Neuauflage der Prinzbrücken-Debatte wünscht. „An der kommunalen Sichtweise wird nicht mehr gerüttelt“, sagte er wörtlich. Die Entscheidung über den Neubau falle ohnehin im Planfeststellungsverfahren.

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