Musik-Contest im Kulturbahnhof
Die „Kö von Hiltrup“ und der See

Münster-Hiltrup -

Die Zwarties aus Hiltrup gewinnen den ersten Hiltruper Musik-Contest „(D)ein Lied für Hiltrup“. Nicht nur ihr Lied überzeugte die Jury. Preise gab es für mehrere Musiker, einige versuchten es mit einem Schlager.

Montag, 01.10.2018, 17:32 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 21:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 01.10.2018, 17:32 Uhr
Ein erster Schwung an Sängern, die sich Hiltrups annahmen: Unter ihnen die „Hiltruper Sternfarben“ mit Mike Dahl, Alvin Jasic (kleines Bild), Rolf Ihmig, die Familie Trenkamp und Claus sowie Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und Karl Franke.
Ein erster Schwung an Sängern, die sich Hiltrups annahmen: Unter ihnen die „Hiltruper Sternfarben“ mit Mike Dahl, Alvin Jasic (kleines Bild), Rolf Ihmig, die Familie Trenkamp und Claus sowie Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt und Karl Franke. Foto: anh

Der erste Aufruf zum Musikcontest war ein Erfolg, kreativ und im Miteinander. „(D)ein Lied für Hiltrup“ darzubieten, lautet der Appell der Stadtteiloffensive Hiltrup , im „Musikcontest für große und kleine, junge und erfahrene Musiker“. Ein Contest „mit Augenzwinkern in der sympathischen Hiltruper Familie“, wie Karl Franke formulierte.

Tatsächlich war es bald ein familiäres Miteinander bei Kaffee und Kuchen von den Ehrenamtlichen des Kulturbahnhofs. Sieben Formationen traten an, von der Ein-Mann-Band bis zum großen Ensemble: Alvin Jasic mit Pianist Marcel Untied, Henk Humberg mit Gitarre, Rolf Ihmig, ein lange in Hiltrup lebender Albachtener, die Neun von den „Hiltruper Sternfarben“, drei Mitglieder (und drei Generationen) der Familien Trenkamp und Claus, ein Ensemble aus dem Kindergarten Lummerland und schließlich Rike Weßling und die Zwarties. Dieser Contest, so erklärte Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, sei eine Neuheit. „Das haben wir in anderen Stadtteilen noch nicht erlebt“.

Womit sahen sich die Texter verbunden? Bei den Orten fanden der Hiltruper See und die Marktallee besonders häufig Erwähnung. Rolf Ihmig kürte die Allee in seinem schlagerartigen Lied zur „Kö von Hiltrup“. Auch der Kulturbahnhof wurde gewürdigt. Immer wieder ging es um das Erleben von Miteinander an diesen Orten, besonders bei Alvin Jasic.

Karl Franke belebte die kurzen Umbaupausen mit Kurz-Interviews mit den Interpreten oder Hinweisen zu ihrem Schaffen. So erfuhr man von Humberg, dass er eigentlich Chemie studiert habe, jetzt aber auch Gitarre unterrichte. Vom Tontechniker Stefan Schemmelmann wusste Franke zu berichten, dass der jüngst in Ludwigshafen auftrat – auf einer großen Veranstaltung der BASF mit Barclay James Harvest im Programm. Und Alvin Jasic hat unterdessen allerhand auf Youtube platziert.

„Es geht nicht ums Gewinnen“, hatte Franke gesagt. Tatsächlich bekamen alle Teilnehmer ein Geschenk aus der Hiltruper Gastronomie. Für die Favoriten der Jury gab es dennoch etwas Besonderes – damit auch andere ihre Songs hören können. Am Ende haben Dr. Ulrike Weßling und die Zwarties die Nase vorne. Sie dürfen sich auf einen Auftritt beim Frühlingsfest und auf eine CD-Aufnahme freuen.

Ebenfalls eine ganze CD können Alvin Jasic und sein Pianist Marcel Untied mit Tontechniker Schemmelmann einspielen. Weitere Musiker dürfen ins Tonstudio: Rolf Ihmig mit seinem Hiltrup-Schlager, der Franke besonders mit seiner Musikalität beeindruckte, und das „Lummerland-Rudel“: „ein sehr schöner Auftritt“ mit zehn Kindern und zwei Erzieherinnen an Gitarre und Cajon, Laura Kastner und Lina Tölle.

Wie alle traten auch die Kinder zum Finale noch einmal auf – und klangen sogar ohne elektronische Unterstützung „richtig gut“, wie Franke sagte. Leiten ließ sich die Jury von den Aspekten Originalität, Bezug zu Hiltrup, Eingängigkeit der Melodie und Wiedererkennungswert. Der Jury gehörten Gisbert Keller von der Westfälischen Schule für Musik, Andreas Klomfaß vom KvG-Gymnasium und Oliver Ahlers vom Wirtschaftsverbund sowie Jan Kaven, Vorsitzender der Stadtteiloffensive, an.

Die Stadtteiloffensive hatte das Ereignis aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens ins Leben gerufen. Sie wertete das Event als vollen Erfolg. Alle seien „sehr zufrieden“, und „die Atmosphäre war gut“ im bald sehr vollen Kulturbahnhof.

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