Hiltruper Schulzentrum
Großer Verschiebebahnhof

Münster-Hiltrup -

Am Hiltruper Schulzentrum besteht dringender Handlungsbedarf. Die Verwaltung hat erstmals Konzepte für eine Umgestaltung der Schulgebäude vorgestellt. Während der Umbauphase wird die Stadthalle über mehrere Jahre als Ausweichfläche benötigt.

Montag, 08.10.2018, 16:44 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 06.10.2018, 12:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 08.10.2018, 16:44 Uhr

Am Hiltruper Schulzentrum besteht Handlungsbedarf. Dringender Handlungsbedarf. Die Schulgebäude platzen aus allen Nähten wie etwa bei der Realschule. Sie verfügen über veraltete Fachräume, insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich. Vor allem müssen sie für die Erfordernisse des Ganztagsbetriebs fit gemacht werden.

Die Verwaltung hat erstmals Konzepte für eine Umgestaltung des Schulzentrums vorgestellt. Wie man es auch dreht und wendet: Die Stadthalle wird in den kommenden Jahren als Ausweichfläche benötigt. Mehr denn je.

Vier Lösungsmöglichkeiten wurden der Bezirksvertretung vorgestellt. Die Verwaltung hat darüber nachgedacht, Teile des Kant-Gymnasiums und der Realschule aufzustocken oder neue Anbauten zu errichten. Sie hat alternativ überlegt, die jetzige Stadthalle oder eine möglicherweise künftige Bürgerhalle einzubeziehen. Am Ende favorisiert sie die Variante, die in der Zukunft ohne die Stadthalle auskommt, wie Ludger Watermann vom Schulamt unverblümt erklärte. Stadthalle und Schulzentrum würden voneinander abgekoppelt.

Notwendig wäre dafür ein Neubau im rückwärtigen Bereich der Realschule. In diesem Gebäude sollen die künftige Mensa für alle drei Schulen, ein Selbstlernzentrum sowie Raum für die Nachmittagsbetreuung entstehen. Kritik war schon früh von den Schulen zu hören. Zu entlegen sei dieser Standort, zu weit seien die Wege vor allem die für Schüler des Kant-Gymnasiums,

Die Verwaltung möchte daher eine fünfte Variante prüfen. An zentraler Stelle des vorhandenen Gebäuderiegels möchte sie die Mensa, das Selbstlernzentrum und die Betreuungsräume unterbringen. Dafür müsste dann die Hauptschule Platz hergeben. Das Schulzentrum würde zu einem großen Verschiebebahnhof. Das Schulamt spricht lieber vom Klötzchen-Verschieben.

Manfred Wolff, Leiter der Realschule, protestierte: „Das ist nicht das, was wir wollen.“ Die drei Schulleitungen müssten sich stets einigen, wie die Räume aufgeteilt würden. Dieser Vorschlag sei unpraktisch und überdies utopisch. Ein Schulzentrum sei etwas anderes als eine Gesamtschule, stellte er klar.

Er plädierte dafür, Teile der Stadthalle auch in Zukunft durch die Schulen zu nutzen. Teile des Schulzentrums sollten abgerissen und neu errichtet werden. Der aus den 1960er Jahren stammende Gebäudekomplex sei teilweise „antiquiert“. Ute Rolink, Leiterin der Hauptschule, wünschte sich möglichst wenige Eingriffe in den Schulbetrieb. Sie sprach sich gegen eine Entkoppelung von Schulzentrum und Stadthalle aus.

Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt erklärte mit Blick auf die Stadthalle, die Schulen hätten Priorität. Er kritisierte Versäumnisse der Vergangenheit. „Schon Jahre zuvor hätte da etwas passieren müssen.“

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