Grundschüler engagieren sich für Hilfsprojekt aus Hiltrup
Herzblut fürs Hilfsprojekt

Münster-Hiltrup -

Eine Idee aus Hiltrup könnte dabei helfen, zwei große Probleme in Afrika zu lösen: Der „Vakuumheld“ will Hunger und Plastikmüll bekämpfen. Die Klasse 4d an der Ludgerusschule ist begeistert – sie hat das Projekt zu einer Herzensangelegenheit erklärt.

Dienstag, 11.12.2018, 08:12 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 08:20 Uhr
Grundschüler der Klasse 4a an der Ludgerusschule haben für das Projekt „Vakuumheld“ Spenden gesammelt – Hilfestellung gab es von der Erzieherin Wally Thielker (l.) und Ulrike Meywald (r.).
Grundschüler der Klasse 4a an der Ludgerusschule haben für das Projekt „Vakuumheld“ Spenden gesammelt – Hilfestellung gab es von der Erzieherin Wally Thielker (l.) und Ulrike Meywald (r.). Foto: mlü

Wie der „Vakuumheld“ funktioniert, ist schnell vorgemacht: Die Schülerin Katinka schnappt sich eine Plastikflasche, füllt sie mit Reis und zieht mit einer Einwegspritze die Luft aus der Flasche. Auf diese Weise lassen sich Lebensmittel über Jahre sicher lagern. „Und die Flaschen werden nicht mehr einfach so ins Meer geworfen – damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.“

Katinka hat diesen Vortrag schon öfter gehalten: Ulrike Meywald aus der Schulpflegschaft hatte das Projekt der Klasse vorgestellt, spontan sind anschließend einige Schüler losgezogen, um in Hiltrup für das Projekt zu sammeln. Am Anfang stießen sie dabei auf einige Probleme: Natürlich sind die Menschen erst einmal skeptisch, wenn jemand an der Haustür um Geld bittet.

Die Erzieherin Wally Thielker hat daraufhin vorgeschlagen, ein Plakat zu gestalten und sich ein offizielles Schriftstück des Schulleiters mitgeben zu lassen. Mit Erfolg: In kurzer Zeit haben die Schüler schon rund 270 Euro eingesammelt.

„Bis zu den Ferien wollen wir 300 Euro schaffen“, gibt sich Wally Thielker kämpferisch. Eines Tages habe sogar ein Erstklässler sein Taschengeld spenden wollen. „Da waren wir erst einmal ganz erschrocken und haben nachgefragt, ob er das wirklich will. Aber er meinte: Ich bekomme ja wieder Neues.“

Gestern sprang der Funke dann auf den Offenen Ganztag über: „Er spendet 300 Euro aus dem Erlös des diesjährigen Sommerfest für die Vakuumhelden“, berichtet die Klassenlehrerin Cordula van der Velde.

Drei Familien aus Hiltrup, Ahaus und Greven haben die Vakuumierungsmethode erfunden und wollen sie auf der ganzen Welt bekannt machen – dafür brauchen sie bis Anfang des Jahres ein Startkapital von 5000 Euro (wie berichtet). Bislang sind 2935 Euro zusammen gekommen. Jetzt hat die Aktion neuen Schwung bekommen.

Wer etwas beitragen möchte, kann sich unter www.startnext.de/vakuumheld informieren. Noch bis zum Ferienanfang nehmen auch das Sekretariat der Ludgerusschule und die Klasse 4d Spenden entgegen.

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